Als Ende der 90iger das Album „Wer Bist Du?“ auf den Markt kam, sah ich in der Band aus Süddeutschland nicht mehr als eine billige Kopie von Oomph, die versuchten einen Stück des Erfolgskuchens aus der Rammstein Küche zu ergattern. 15 Jahre und 6. Alben später muss man diese Vorurteile wohl endgültig begraben. „Götterdämmerung“, das 7. Album der Münchener, startet frisch wie die sibirische Kaltluftfront, die sich derzeit über unser Land erstreckt. Kraftvoll und tanzbar präsentieren sich Songs wie die erste Single „Jagdzeit“, aber auch „Heute Nach“ und „Keine Zeit“ überzeugen mit erfreulichem Druck und gut arrangierten NDH Songs – hier wird die Tanzfläche sicherlich beben. „Das Licht am Ende der Welt“ nimmt dann etwas Tempo raus, doch Sänger „Lex“ zeigt, dass er auch bei gefühlvollen Passagen punkten kann. „Prellbock“, „Feindbild“ oder „Abendstern“ – die Münchener stampfen durch die Musiklandschaft und beweisen mit „Götterdämmerung“, weshalb sie zu einer festen Größe in der NDh Szene geworden sind. Das gesamte Album schreit nach donnernden Tanzschritten im zwielichten Gothicschuppen und bei entsprechender Lautstärke dürfte der Krach mit dem Nachbarn vorprogrammiert, denn das kräftige Pochen des Megaherz ist in jedem Songs mehr als deutlich zu hören!
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