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Morgengrau - Extrinsic Pathway

VÖ: 01. April 2013   •   Label:  Blind God Records

Die Frauenquote hat sich im richtigen Metal bisher noch nicht durchgesetzt. Zwar gibt es durchaus einige herausragende „only-women“ Bands wie KITTIE, doch es dominieren in den gemischten Combos dann doch Frontfrauen mit opernhaft-jauligen Vocals oder Männerüberschuss-Bands mit Frauen am Bass.

Daher ist es mehr als erfreulich, dass aus den guten alten Vereinigten Staaten, genauer aus Austin, Texas, mit MORGENGRAU eine Band die Bühne betreten hat, die nicht nur mit einer Frontfrau und einer Drumerin aufwarten kann, sondern sich auch dem klassischen „Old School Death Metal“ verschrieben hat.

Während ihres nunmehr dreijährigen Bestehens haben sich Morgengrau schnell einen Namen als überzeugenden Live-Act machen können, was nicht zuletzt daran liegt, dass Frontfrau Erika Tandy schon Erfahrungen bei IGNITOR und AUTUMN TEARS, Drumerin Reba Carls bei MANIFESTATION sammeln konnten.

Mit „Extrinsic Pathway“ erscheint nun das Erstlingswerk, ein Opus über Tod, Grausamkeiten, Gräueltaten und Krieg. Als Vorbilder fungierten PESTILENCE, ASPHYX und IMMOLATION, also Death Metal der frühen 90er Jahre, und folgerichtig klingt das Album, als ob es mit dem Kassettenrekorder aufgenommen wurde. Doch das macht den besonderen Charme von „Extrinsic Pathway“ aus.

Eingängige, hammerharte Riffs ('Antithetical'), tiefstes Gegrowle ('Grave of lies'), hämmernde, treibende Double Bass ('Chemosh Enlighten'), soulige Gitarrensoli ('Extrinsic Pathway') zeugen von einer ungemeinen Vitalität, Kraft, und Aggressivität, die keinen Headbanger unberührt lassen sollte. Insgesamt ein gutes Debutalbum, das mit Tempo die Death-Metal-Tugenden vor sich herträgt, oder um es mit Morgengrau zu sagen: „We play, you fuck yourself up in the pit. Simple.“

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