Etwas unmotiviert geht es in die Aufwärmrunde. Die Gitarren klingen gut und erinnern mich etwas an ROSE TATTOO, der Song (wenn es denn einer und kein Intro sein soll) kommt aber nicht auf den Punkt. Mit ´Roll With The Bad Boys´ wechselt dann die Ampel auf grün und es geht in dem Tempo los, dass ich erwarte, wenn von «Fucking Fast Rock ‘n‘ Roll» die Rede ist. Das alles ist nicht neu, aber doch ganz gut gemacht. Das gilt auch für die Gitarrenarbeit die Ritch bei ´Whiskey´ abliefert. Die Kombination aus Solo und Rhythmus ist echt gelungen. Hoffentlich nimmt die Band einen zweiten Gitarristen mit auf Tour, um das live so spielen zu können. Wenn ich allerdings an die verunglückten doppelten Gitarrenleads (´Ball Blues´) denke, bin ich von der zweiten Axt nicht mehr so überzeugt. Keine Ahnung, ob es Absicht ist, dass die so schräg klingen. Die Stärke von MR. SIDEBURN AND THE BARONS liegt darin, einfach auf der Geraden Gas zu geben. Tracks wie ´Psychobabe´ oder die Schlussrunde ´Cold Delivery´ machen richtig Spaß. Bei den Schikanen holt sich die Band dagegen einige Dellen. Das ist das unnötige Break in der Mitte von ´The Whole Nine Yards´oder das über weite Strecken verunglückte `Home´, dass wohl cool klingen sollte, belegen das.
Das Debüt macht auf jeden Fall klar, dass diese Band ordentlich Potential hat. Das Rennen gegen PETER PAN SPEDROCK allerdings verlieren Kotelett und Co noch deutlich. Wer Rock ´n´ Roll mit einer Metal Kante mag und auch Prisen von Psychobilly offen gegenübersteht, sollte sich mit dem Album beschäftigen. Es ist auch ein Tipp für alle, denen VOLBEAT spätestens seit dem neuen Album viel zu lasch und brav daherkommen.
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