Nun ja, die Finnen bleiben sich und ihrem Sound treu und liefern handwerklich ein beanstandungsloses Opus an, das besonders durch die wandlungsfähigen Vocals von Tommy Tuovinen sowie das überaus gelungene Riffing punkten kann. Hinzu kommt eine erfrischende, druckvolle Härte ('Ambivalentine '), die so in diesem Genre eher selten.
Doch mitunter werden die vielversprechenden Ansätze durch ein „too much“ an seichter keyboardgeprägter Melodik bzw. einem zu viel an barockem Pathos ('Mechanimal Instinct')wieder zunichte gemacht. Dadurch kommen die Songs zum Teil zu patchworkartig und zusammengekleistert daher ('Black Light Supernova '). Unmotivierte progressive Elemente tun dann ihr Übriges. Für sich allein genommen ist gegen die einzelnen Elemente nichts einzuwenden, sie bilden nur nicht wirklich eine Einheit.
Auf der Habenseite kann „Planetary Breathing“ hingegen gelungene Gitarrensoli und dann doch ein Händchen für die ein oder andere großartige Melodie verbuchen. Vor diesem Hintergrund ist 'Dreamscape' sicherlich eines der Highlights. Ähnliches gilt für das zunächst düstere und andersartige andersartige 'The Ghost In Me', eher es ins Melodisch-Seichte abzudriften droht.
Fazit: Dave Grohl hat einmal verlauten lassen, dass er immer wieder versucht, den härtetsten FOO-FIGHTERS-Song aller Zeiten schreiben zu wollen, aber am Ende macht ein gewisses Maß an Melodik das Vorhaben zunichte. Gleiches gilt für MYGRAIN und ihr Album „Planetary Breathing“. Die herausragenden harten und brutalen Ansätze verlieren sich immer wieder, zudem fehlt mir das Düstere. Zu viel Melodic, zu wenig Death Metal.