Die dunkle Introspektive finde ich nicht wirklich, aber das kann ja an mir liegen. Der noisige Indie Rock der Amis hält aber die anderen Versprechungen. Es gibt krachige Parts und ruhige Passagen, die beide über weite Strecken gelungen sind. Aber egal wie es musikalisch zu Werke geht, die Stimme säuselt mit gefühlten 5,37 Tonnen Hall im Hintergrund. Das kann mich am Anfang noch begeistern, nervt aber mit zunehmender Spielzeit dann doch ziemlich. Dass ruhige Vocals und derbe Klänge gut zusammen passen, haben The Notwist ja auf ihren beiden ersten Alben bewiesen. NOTHING schaffen das leider nicht in dieser Qualität, die Stimme ist einfach zu sphärisch und nimmt den Songs den Grip. Das ist schade, denn Tracks wie ´Get Well´ haben wirklich Potential. Das Album wird immer dann besonders gut, wenn die Band die noisigen Parts auspackt. Aber denen wird durch die schwülstigen Vocals die Intensität geraubt – schade eigentlich. Also, NOTHING für ungut, aber unterm Strich wird diese Combo nur was für mich, wenn sich bei den Vocals ordentlich was ändert.
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