“Anatomy Of Life” heisst das gute Stueck und mir faellt es schwer, meine Begeisterung fuer dieses Werk in Worte zu fassen. Wuerde ich nach einer Schublade gefragt warden, so waere meine Antwort wahrscheinlich “Melodic Death Metal mit einigen Doom Einfluessen” (natuerlich direkt nach dem Hinweis, dass Schubladendenken scheisse ist). Dieses Album ist jedoch innerhalb seiner Disziplin sowas von abwechslungsreich... Die meisste Zeit gibt es tiefe Growls von Saenger Antti Haapanen auf die Ohren, zwischendurch klingt jedoch immer wieder sehr angenehm eine klar Frauenstimmer und teilweise gibt es auch von Antti Clear Vocals zu hoeren. Das ganze spielt sich aber stets innerhalb eines Songs ab, nicht das jemand denkt, hier gaebe es eintoenige Stuecke. Die beiden Gitarristen leisten hervorragende Arbeit, spielen wunderbare Soli und eingaengige Melodien und Riffs – und sorgen dafuer, dass man schnell Eingang findet in die Musik.
Die Stuecke spielen sich meist im mittelschnellen bis mittellangsamen Bereich ab, schlagen aber immer mal wieder darueber hinaus. Der Kracher der Scheibe ist auch gleich das Intro „Misanthropolis“. Vom langsamen, einlullenden Frauengesang am Beginn schlagen die Finnen den Bogen zu einem treibenden Stueck Musik, das an Intensitaet kaum zu uebertreffen ist. Sowieso ist die ganze Scheibe sehr bewegend, wie ich finde.
Ich kenne die beiden Vorgaengeralben zu „Anatomy Of Life“ leider nicht, aber irgendwas muessen die Finnen da sehr falsch gemacht haben – anders kann ich mir nicht erklaeren, dass ich von dieser einmalig guten Band vorher noch nie etwas gehoert habe.
Wer Kostproben braucht, der hoere mal in „Misanthropolis“, „Through The Elements“ und „Triumph and Loss“ rein. (Lennart von Schwichow)
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