it ihrem Erstlingswerk „Das erste Gebet“ einschlug. In kauzig-frömmeliger Manier geben die (mittlerweile fünf) Mönche mal eine ganz andere Sichtweise der christlichen Kirche zum Besten, schon das schöne CD-Cover, eine betende, schwangere Nonne, zeigt die Richtung, in die das ganze zielt. Über Geschmacklosigkeit lässt sich zwar streiten, das angepeilte Publikum sollte sich aber nicht sehr an den Texten und der Aufmachung stören. Wobei man natürlich sagen muss, dass Potentia Animi nichts Anderes machen, als die Wahrheit ans Licht zu bringen – aber die Diskussion gehört hier nicht hin.
Die 13 Tracks kommen jedenfalls in gewohntem Gewande daher. Mehrstimmige, teils monotone Mönchsgesänge, Kirchenglocken und das ganze Brimbambamborium gemischt mit einer Stromgitarre, einem Dudelsack und weiteren Instrumenten. Allzu viel Innovatives darf man hier nicht erwarten. Die Texte folgen, wie gesagt, meist der schelmischen Tradition der Band, oder beschränken sich auf zwei, drei Wörter, die zu einer nach Ritual klingenden Monotonie verwoben werden.
Meiner Meinung nach ein Album, das ganz nett ist, um es so im Hintergrund laufen zu lassen. Wer mal Lust auf etwas ausgefallene Kirchenkritik hat und außerdem auf meditative Klänge steht, kann hier getrost zulangen. Ich denke allerdings, dass die Musik von Potentia Animi ihr volles Potenzial erst bei den Live-Auftritten – übrigens sehr oft auf Mittelalter Märkten – entfaltet. Anspieltipp: Anima et Animus
(Lennart von Schwichow)
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