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Rick Springfield - Rocket Science

VÖ: 17. Februar 2016   •   Label:  Frontiers Srl Records

Denn die "Alles-wird-wieder-gut"-Attitüde entführt einen sofort zurück in die gute alte Zeit und entlastet so für die Dauer des Albums die von Sorgen und Ängsten belastete Gegenwart. Gleich der Opener 'Light This Party Up' zeigt RICK SPRINGFIELD in Höchstform, denn einen solch eingängigen, mitreißenden klassischen Rock-Song hat man lange nicht mehr gehört. Ein zeitloser Knüller, der unter Beweis stellt, dass dieses Genre wie ein anthrazitfarbener Pullover niemals aus der Mode kommt. Mit 'Down' folgt dann ein gemütlicherer, aber nicht minder intensiver Song mit allerlei Anleihen aus dem Country-Genre, der sich zudem sehr gut in der sonst fast unerträglichen Heavy-Rotation der hiesigen Radiostationen machen würde. Ähnliches gilt auch für 'The Best Damn Thing'.

Aber RICK SPRINGFIELD versteht sich auch auf die Kombination von Nachdenklichkeit und engagiertem, leidenschaftlichem und Optimismus, wie 'That One' eindrucksvoll unter Beweis stellt. Von einem ganz anderen Kaliber ist dann 'Miss Mayhem', das ruhigeren Country-Blues im Wechsel mit krachigem Rock kombiniert. Natürlich gilt auf "Rocket Science" auch die Devise "Kein Album ohne Streicher" und so verleihen selbige dem quirligen "Gute-Laune-Track" 'Pay It Forward' das besondere Etwas. Contry-power-balladig und etwas melancholisch geht es mit 'Found' weiter, ehe in 'Crowded Solitude' gefiedelte Leidenschaft und mitreißender Rhythmus für wohliges Wohlbefinden sorgen.

Nach dem Ruhepol pittoresken 'Let Me In' könnte man mit 'All Hands On Deck' fast meinen, es mit einem irischen Folk-Song zu tun zu haben, wohingegen das wehmütige 'We Connect' fast schon dem Alternative-Bereich zugeordnet werden kann. Nahezu wagemutig kommt der radio-rappige Beat in '(I Wish I Had A) Concrete Heart' daher, der dann durch einen hammermäßigen Refrain abgelöst wird. Das nenn ich mal Abwechslung. Einzig der Rausschmeißer 'Earth To Angel' schwächelt ein wenig, auch wenn er seine Höhepunkte hat.

Fazit: Auch wenn es die RICK-SPRINGFIELD-Fans der ersten Stunde wahrscheinlich nicht hören mögen. Aber "Rocket Science" ist eines der besten Alben ever geworden, was einerseits daran liegt, dass nicht auf die rotzige, authentische Classic-Rock-Attitüde verzichtet wird, zum anderen aber auch daran, dass die Country-Anleihen und die immer wieder durchschimmernde Nachdenklichkeit und Melancholie dem Sound eine ungemeine Tiefe und Intensität verleihen.

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