Rick Springfield - Stripped Down
Bereits im Eingangsbereich vom Bob’s wurde der Besucher von einer attraktiven Mischung aus klebrigem Boden und verschüttetem Bier-Geruch begrüßt. Dicht an dicht drängten sich die partyhungrigen Studenten und vor allem Studentinnen – sogar die Mädels der Frauenfußballmannschaft. Eins war uns sofort klar: Dienstags sind wir ab sofort immer im Bob’s zu finden. Musikalisch reichten sich BON JOVI, DEF LEPPARD & Co die Klinke in die Hand. Good old times.
RICK SPRINGFIELD konnte zwar nach seinem Durchbruchserfolg „Working Class Dog“ Anfang der 80er nie wieder einen solchen kommerziellen Erfolg vorweisen, doch genug hörenswerte Musik hat er allemal nachgelegt. Zuletzt erschien 2012 mit „Songs fort he end of the world“ ein neues Studioalbum. Mit „Stripped Down“ gibt es nun die Entsprechung zu MTVs Unplugged, allerdings versprüht diese Livescheibe eher den kuscheligen Scharm des Pubs um die Ecke. Wohlfühlatmosphäre. Während SPRINGFIELD meistens in die Stahlsaiten der Akustischen greift, wurde der Strom jedoch nicht durchgängig abgestellt (z.B. „Painted Girl“ oder „Oh Well“). Mit Songs wie „Affair of the Heart“ oder „Love Somebody“ stellt der Wahlamerikaner seine Singer-Songwriter Qualitäten unter Beweis. Spätestens bei den wilden Slides in „Rollin‘ and Tumblin‘“ wird klar, dass eine Akustikshow nicht langweilig und leise sein muss. Hier darf richtig abgerockt werden. Natürlich darf am Ende “Jessie’s Girl” als Highlight nicht fehlen – und der Song funktioniert natürlich auch als Akustikversion. Gänsehautreise in die 80er.
Mit „Stripped Down“ liefert RICK SPRINGFIELD ein unterhaltsames Semi-Akustikalbum ab, auf dem er gekonnt leise und laute Töne kombiniert und. „Stripped Down“ lädt gleichermaßen zum zufriedenen Zurücklehnen als auch zum beherzten Abtanzen ein. Mit anderen Worten: „Stripped Down“ ist die musikalische Umsetzung des Feierabendbiers und der rettenden Couch nach einem harten Arbeitstag! Rock!
Natürlich gibt es verschiedene Versionen, z.B. mit DVD.
