Satan’s Host – Predating God Part 1&2
Leviathan Thisiren, besser bekannt als Harry „The Tyrant“ Conklin“, ist in diesem Jahrzehnt wieder zu seiner ehemaligen Band zurückgekehrt und hat seitdem zwei weitere Alben mit den Jungs aufgenommen. Mit „Predating God Part 1&2“ wird die Diskographie der düsteren Metaller um zwei weitere Alben erweitert. Offenbar ist die Band von der Muse geküst worden, so dass 13 neue Songs mit einer Spielzeit von insgesamt ca. 80 Minuten Spielzeit entstanden sind – daher auch die Entscheidung zwei Alben auf den Markt zu bringen. Während das Debüt der Band doch recht schräg klingt und daher auch zu Recht in einem Atemzug mit Bands wie MERCYFUL FATE, KING DIAMOND oder auch OMEN genannt werden kann, überzeugt „Predating God“ vor allem durch eine kraftvolle Produktion, die dem Album mehr Druck verleiht, als dies in der Anfangsphase der Fall gewesen ist. Unverändert ist natürlich die schrille Stimme von ex-JAG PANZER und
TITAN FORCE Shouter Harry Conklin. Allerdings passt die schrill-schräge Stimmlage bestens zu den bösen Metalsongs und man fühlt sich auch anno 2015 durchaus an die düstere Atmosphäre eines KING DIAMOND erinnert, zumal „The Tyrant“ ein ums andere Mal aus den hohen Stimmbandsphären herabsteigt, um böse zu brüllen. Songs wie „Valley of Blood“ oder „Hell’s Disciples“ dürften die Jünger okkulter Metalkompositionen mit böser Atmosphäre sofort in ihren Bann ziehen. Die Gastgeber des Gehörnten bleiben sich aber auch musikalisch treu und setzen nicht auf schlichten 4/4 Takt, sondern in den Songs schwingt durchaus auch eine progressive Note mit, wie wir sie von Bands wie JAG PANZER oder auch SANCTUARY kennen. Mit Songs wie dem genialen „As the Dead, They sleep“ kommt man hingegen ins Fahrwasser der grandiosen CANDLEMASS, SOLITUDE AETURNUS & Co. Die traditionellen Wurzeln der Band werden dann spätestens in „See You In Hell“ deutlich, denn hier wird dem 80er Jahre Power Metal mit all seinen Facetten gehuldigt. SATAN’S HOST werden wohl auch 2015 kaum die Charts stürmen, sondern weiterhin ein Nischendasein als Kultband fristen. Das soll uns aber nicht stören so lange die Amis weiterhin so qualitativ hochwertige Alben abliefern.
SATAN’S HOST erweisen sich auf den zwei Teilen von „Predatin God“ als gute Gastgeber und tischen freudig düstere und boshafte Metalschmankerln auf. Evilness macht sich breit!