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Sebastian Bach - ABachalypse Now

VÖ: 21. März 2013   •   Label:  Frontiers

So ganz scheint sich ex-SKID ROW Fronter Sebastian Bach der Erkenntnis, dass nach „Slave to the Grind“ nicht mehr viel kam auch nicht entziehen zu können – zumindest wenn man sich mal seine Playlisten anschaut. Über das 2011 Soloalbum müssen wir keine Worte verlieren, das Teil war und ist einfach scheiße. Und Scheiße stinkt besonders stark, wenn sie inmitten wohlriechender Leckerbissen liegt. So stechen „Kicking & Screaming“ und „Tunnelvision“ sowie „American Metalhead“ (überflüssigerweise gleich zweimal vertreten) vom 2007er „Angel Down“ Album besonders negativ aus dem Rest der lieblichen Playlist hervor. Lediglich „(Love is) a Bitch Slap“, ebenfalls von “Angel Down” ist ganz ordentlich. Doch kommen wir zu den Höhepunkten der Doppel-CD, die einerseits beim Hellfest in Frankreich 2012 und im Club Nokia in Los Angeles aufgenommen wurden. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um zwei Mitschnitte handelt, gibt es natürlich zahlreiche Dopplungen hinsichtlich der Playlist: „Big Guns“, „18 & Life“, „Youth Gone Wild“, „Monkey Business“ und „I Remember You“. „Here I Am“ wird zudem irgendwie nervig interpretiert und vorgetragen. Ärgerlich auch, wenn die „Youth Gone Wild“ – Version aus dem Club Nokia zwar mit über 7 Minuten Spielzeit zu Buche schlägt, tatsächlich aber nur (bereits herausgezögerte) gute 4 Minuten dauert und dann durch Gerede und Musik vom Band aufgefüllt wird.

Tja, was soll ich jetzt schreiben? Ich liebe die Songs des Debüts und auch die mal wieder halsbrecherisch schnell vorgetragene Version von „Slave tot he Grind“ ist wirklich geil. Letztlich sind die Versionen auf „Bring ‘em Bach Alive“ (1999) aufgrund des druckvolleren Sounds aber doch hörenswerter. Bei aller Liebe und Verehrung für Sebastian Bach und die frühen SKID ROW bleibt letztlich ein fader Beigeschmack. Die Entscheidung eine Doppel-Live CD (inkl. DVD vom Hellfest) herauszubringen scheint mir nicht ganz überzeugend, da die Dopplungen im Grunde kaum Unterschiede aufweisen – und die Soundqualität teilweise auch nicht besser ist als das, was man bei YouTube geboten bekommt. Ob euch die etwa 20 Euro für diese VÖ wert sind, müsst ihr also selber entscheiden.

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