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Serenity - Art of War

VÖ: 21. März 2013   •   Label:  Napalm Records

Auf dem vierten Album der Tiroler haben wir es erstmals mit einer hauptberuflichen Sängerdoppelspitze zu tun, da Clémentine Delauney als weibliche Verstärkung ins Boot geholt wurde. Ob es nun an ihrem Einfluss liegt oder einfach die natürliche Weiterentwicklung der Band war, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass SERENITY mit ihrem aktuellen Longplayer ein absolutes Pflichtalbum für jeden Melodic Metal abgeliefert haben. Erinnerte man früher noch eher an NIGHTWISH & Co, so hat man sich mittlerweile deutlich vom sog. Female-Fronted Metal Stil entfernt und eine ordentliche Portion Melodie mit progressiven Metalsounds verbunden. Zwar sind die NIGHTWISH Einflüsse noch nicht ganz verschwunden, doch werden sie mittlerweile deutlich von Riffs im Stile von CRYTSALLIONs „Hundred Days“ (z.B. „Legacy of Tudors“) überlagert. Und vor allem in Songs wie dem balladesken „For Freedom’s Sake“ dürften die Herzen aller Tony Kakko Fans höher schlagen, denn alle SONATA ARCTICA Fans, die sich nach Alben wie „Ecliptica“ oder „Days of Grays“ zurücksehen werden auf „War of Ages“ ihr Glück finden. Hätten die Finnen mir „For Freedom’s Sake“ als „Letter To Dana II“ verkauft, hätte ich es ihnen ohne Zweifel abgenommen. Auch beim Titeltrack muss man mitunter zweimal hinhören, denn Georg neuhauser trifft perfekt die Gesangslinien und Klangfarben, die man sonst nur von Tony Kakko gewohnt ist.

Aber auch das epische „The Art of War“ dürfte Fans landauf, landab begeistern, denn die Österreicher beweisen eindrucksvoll wie moderner Melodic Metal mit progressiven und epischen Elementen klingen muss. Die aktuellen Alben von SONATA ARCTICA oder sogar Stratovarious werden durch „Art of War“ eindeutig auf die Plätze verwiesen.

Leider lenkt das zwar schöne, aber doch etwas Gothic Metal anmutende Coverartwork der aktuellen Scheibe etwas vom musikalischen Schwergewicht des Albums ab und könnte ggf. einige Laufkundschaft verprellen. Davon aber abgesehen ist „War of Ages“ für mich das bisher beste Album seines Genres in 2013. SERENITY erklären den Finnen im Kampf um die Spitzenpositionen im epischen Melodic Metal Bereich den Krieg – und so wie es sich derzeit anhört, haben die Österreicher die besseren Waffen im Gepäck!

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