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Six Feet Under – Crypt of the Devil

VÖ: 25. Mai 2015   •   Label:  Metal Blade

Drei Alben in vier Jahren ist eine beachtliche Statistik. Allerdings darf man sich zu Recht fragen, wie man in so kurzer Zeit so viele Alben auf den Markt werfen kann. Entweder man ist ein niemals endender Kreativitätsbrunnen oder man nimmt eben auch einfach jeden halbgaren Song auf. Bei der Beantwortung dieser Frage scheiden sich nun die Geister. Hanfmetaller Barnes hat sich seinen Bruder im Geiste Phil Hall als Kreativkopf mit ins Boot geholt. Der Langaxtmann betreibt hauptamtlich eine Band namens CANNABIS CORPSE und hat sich offenbar in größerem Maße am Songwriting für SFU Album elf beteiligt. Wirklich Unerwartetes oder Neues ist bei dieser Kooperation allerdings nicht heraus gekommen. SIX FEET UNDER schreddern sich in bekannter Art und Weiße vor allem durch die Mid-Tempo Sphären des amerikanischen Todesmetals, Barnes grunzt in seiner unverwechselbaren Art und Weise ins Mikro und fertig ist „Crypt of the Devil“. Nun kann man bei den Amis nicht immer sicher sein, welcher Sound gerade en vogue ist. In dieser Hinsicht kann man hier auf jeden Fall Entwarnung geben, denn die Riffs braten in angemessener Dichte durch die Membran. Mit Songs wie „The Night Bleeds“, „Gruesome“, „Open Coffin Orgy“, dem gelungenen „Compulsion To Brutalize“ oder „Broken Bottle Rape“ haben die Amis alle Zutaten in der Küche, um im Handumdrehen ein klassisches SFU Album aus dem Ärmel zu schütteln. Und mehr ist auf „Crypt of the Devil“ auch nicht zu hören – allerdings auch nicht weniger. Allerdings wiederhole ich auch meine Kritik der letzten Alben: Wirkliche Highlights gibt es auf diesem insgesamt gut hörbaren Death Metal Album kaum.

SIX FEET UNDER entwickeln sich mehr und mehr zu ihrer eigenen Kopie, was ja gar nicht unbedingt negativ sein muss. Allerdings gebe ich mich vor jedem Album immer wieder der Hoffnung hin, dass ich die Playtaste drücken würde und dann gebannt vor der Anlage sitzen bleibe, weil mich die Riffdampfwalze förmlich überrollt. Das ist auf den Vorgängern nicht der Fall gewesen und es ist auch dieses Mal nicht passiert.

Wenn wir mal Bilanz ziehen, bleibt also ein SIX FEET UNDER Album welches man sich gut anhören kann, welches aber wohl ebenso sicher wie die Vorgänger nach kurzer Zeit irgendwo in den Tiefen meiner Sammlung verschwinden und nur durch Zufall wieder herausgekramt werden wird. Und wenn Barnes und seine Truppe Pech haben, geht es ihnen irgendwann wie der FDP, die ja auch lange nur auf Nummer Sicher gespielt hat. Ein Album im Stile von „Death Rituals“ wäre da schon fein.

 

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