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Smothered - The Inevitable End

VÖ: 05. Dezember 2013   •   Label:  Soulseller Records

"Back to the roots" und "old school" stehen heutzutage bei sehr vielen Bands auf der Agenda. Was macht SMOTHERED also einzigartig oder was lässt die Band aus der Masse herausstechen. Zunächst ist da die "Catchiness" zu nennen, die überaus unaufdringlich daherkommt. Die Schweden brauchen dabei keine eingängigen Melodien, denn es ist vielmehr der treibende und melodische Rhythmus, der den Fuß zum Wippen und den Kopf zum Bangen bringt und zumeist mit richtig Tempo, Energie, Dynamik und Wums daherkommt.

Dabei ist der Sound wie ein gelartiges Erkältungsmittel, das sich sanft und vollständig an die entzündeten Stellen des Halses schmiegt: organisch death-metallisch, aber eben kein rein technisches unmotiviertes Geknüppel. Das liegt vor allem an dem überzeugenden Riffing, das es getrost mit dem anderer Szenegrößen aufnehmen kann. Sparsam eingesetzte, todesmetallische Leadgitarrenparts ('Phlegethon') verleihen den Songs dann noch einen Hauch von leidender Melodik.

Dass gegrowlt wird, als ob es kein morgen gäbe, versteht sich natürlich von selbst. Gleiches gilt für die hallige, analog anmutende Aufnahme, ganz so, als ob der Longplayer direkt in den 80er oder 90er Jahren mit dem Kassettenrecorder (oder für die jüngere Generation: mit einem Smartphone) aufgenommen wurde. Dadurch verströmen SMOTHERED einen herrlich düsteren Charme, den man sonst selten hört.

Herausragend in diesem Zusammenhang: 'Madness, take me'. Bleibt noch ein kurzer Blick auf die Themen die behandelt werden. Wie es nicht anders zu erwarten ist, befasst sich "The Inevitable End" mit dem unausweichlichen Ende allen irdischen Daseins, sei es durch einen Atomkrieg oder durch einen Serienmörder.

Fazit: SMOTHERED zelebrieren auf ihrem Longplayer "The Inevitable End" einen unnachahmlich charmanten und herrlich old-school-mäßigen Death Metal in seiner reinsten, authentischsten und traditionellsten Form, der bewusst auf allerlei schmückendes Beiwerk verzichtet und somit einen gelungenen Beitrag zur Besinnung auf das Wesentliche leistet. Da weiß man, was man hat!

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