In solch einer misslichen Lage kann man einerseits auf althergebrachte Hausmittel der Klosterapotheke zurückgreifen: viel Hopfen, am besten in flüssiger Form. Um aber ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollte man sich außerdem noch sludgigen Doom Metal zu Gemüte führen. Sehr zu empfehlen ist in dieser Hinsicht das Debütalbum "Storm" von SNAILKING.
Denn das schwedische Trio vermag es, mit den fünf Songs, verteilt auf über 53 Minuten, eine überaus hypnotische, intensiv beruhigende, aber nicht minder kämpferische Atmosphäre zu erschaffen. Dass man hier Optimismus oder fröhliche Melodien vergebens sucht, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden. Denn die düsteren, schweren, mitunter dröhnenden Gitarrenriffs sorgen im Verein mit dem dumpf donnernden Bass sowie den infernal hämmernden Drums für eine angenehm niederdrückende, niederschmetternde und hoffnungslose Stimmung, die aber niemals ins suizidale abgleitet. Hier macht die Dosis das Gift, wie man ja schon aus der alternativen Heilkunde weiß.
Durch die seltenen und sporadischen verzweifelnd wütenden Screams bekommt der Sound darüber hinaus auch noch einen black-metallischen Touch. Dass man beim Hören den Eindruck gewinnen kann, als ob die drei Mannen von SNAILKING so einiges an Qualen und Torturen hätten erleiden müssen, vergrößert den Heileffekt auch noch. Schließlich ist es immer schön, wenn man sieht, dass es anderen noch viel schlechter geht.
Kurz: Der Longplayer "Storm" von SNAILKING entfacht eine steife, düster-niederdrückende Brise von entschleunigtem Doom und grobem Sludge und sollte dadurch nicht nur den Fans von YOB, UFOMAMMUT, ELECTRIC WIZARD, REVEREND BIZARRE oder PALLBEARER gefallen.
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