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Solution.45 - Nightmares In The Waking State – Part II

VÖ: 26. August 2016   •   Label:  AFM Records

Positiv hervorzuheben ist zunächst einmal, dass die Finnen keinen Hehl daraus machen und den beibehaltenen Titel einfach nummerieren, also "Nightmares In The Waking State - Part II". Inhaltlich geht es wiederum um die täglichen und alltäglichen Kämpfe des Lebens, nur insgesamt etwas melodischer umgesetzt. In gewohnter Manier wird demgemäß moderner, ansprechender Metalsound mit Melodien von hoher Eingängigkeit kombiniert, wobei einerseits an dem charakteristischen Wechsel aus klaren Vocals und leicht krächzigem Gegrowle, andererseits auch an der phasenweisen kantig-harten Riffigkeit festgehalten wird. Das kann man sehr schön bei dem Track 'Build On Sand' beobachten, auch wenn hier scheinbar der Hang zu experimentellen, etwas fremd wirkenden Exkursen überstrapaziert wird.

Mitunter gehen die Refrains auch sehr ins Poppige ('Inescaple Dream'), sie werden aber durch dynamische Härte immer wieder vor dem Absturz ins Beliebig-Seichte bewahrt. Ganz in diesem Sinne ist zudem die schmachtende Powerballade 'The Curse That Keeps On Giving' zu betrachten, die naturgemäß furiose Parts beinhaltet. Dass die Finnen auch für ein hohes Maß an Variation gut sind, stellt der Song 'Chain Connector' unter Beweis, der um einiges düsterer daherkommt. Gothic-metallisch anmutende Keyboard-Klangteppische und kecke Streichertöne treffen in 'Misery Mantra' auf refrainartige Melodik, ehe der Rausschmeißer 'What Turns The Wheels' noch einmal alle Register des typischen SOLUTION.45-Sounds zieht. Ein Hammer-Song!

Fazit: Die Finnen legen mit 'Nightmares In The Waking State – Part II' ein überaus vielfältiges Album vor, das den modernen Metal in all seinen Facetten zelebriert und dieses Mal ein besonderes Augenmerk auf melodische Eingängigkeit, gefühlvolle Refrains und experimentelle Verspieltheit legt, ohne auf dynamische und harte Riffs zu verzichten. Letztere kommen allerdings etwas zu kurz. Darüber hinaus ist auch die Melodik mitunter zu catchy sowie die verspielte Experimentalität zu unorganisch.

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