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Souldrainer - Architect

VÖ: 22. Mai 2014   •   Label:  Vicisolum Productions

Auf den Pfaden, die Bands wie HYPOCRISY, PAIN, AMON AMARTH oder SAMAEL angelegt haben, sind die melodischen Death Metaller von SOULDRAINER zu Hause. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Schweden damit begnügen würden, ihre Vorbilder einfach zu kopieren. Das wäre dann doch zu uninspiriert. Und so erschaffen die drei Nordmänner vielmehr eine vielseitige und ausgefeilte Aggression der Harmonie. Dichte, mitreißende Riffs sowie sorgen für brutale Härte ('Behind The Face'), die infernalen Vocals für ein hohes Maß an diabolischer, mitunter schwarzmetallischer Düsternis, die treibenden Drums und druckvollen Bassläufe für die nötige Energie und Dynamik.

Der Knackpunkt sind immer die elektronischen Elemente, die akute Gefahr ist ein zuviel an Keyboards. Dann wird es kitschig, seicht bis hin zur musicalmäßigen Pose. Aber SOULDRAINER gelingt es, diesen schmalen Grad zwischen Wohl und Wehe virtuos zu beschreiten, wie gemäßigt eingesetzte Engelschöre oder Streicherarrangements unter Beweis stellen. Die Dosis macht eben das Gift, wie wir Anhänger der Homöopathie gerne sagen.

Hinzu kommt aber auch ein sehr glückliches Händchen für düstere und manchmal auch nicht so düstere Melodik. Phänomenal zu beobachten in 'The Release'. Harmonische Aggression der Extraklasse! Daneben ist SOULDRAINER aber auch der Groove nicht fremd ('Die Or Surrender'), M'era-Luna-Festival-kompatibler, hitverdächtiger Gothic-Metal auch nicht ('Turn Your Back').

Dass die Hymnik für die härteren Burschen von uns bisweilen zu kuschlig sein könnte, ist dann Geschmackssache. Mir jedenfalls gefallen auch die "Feuerzeug-Hochhalte-Partien" ('Nightmare Abduction'), denn das nächste hammerharte Riffgewitter, das die funkelnden Flämmchen dann zu erlöschen bringen, lässt dann nicht lange auf sich warten ('I Am The One').

Fazit: Nicht nur den Fans von PARADISE LOST, den frühen LAKE OF TEARS oder CEMENTARY dürfte dieses Album gefallen, sondern auch all jenen, in deren Brust zwei Herzen schlagen, nämlich das für melodische Härte und das für harte Melodik!

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