Der Sound auf „Antagonize“ ist recht roh und nicht aufgeblasen. SOURCE OF RAGE haben ihren Release, vielleicht auchbedingt durch die zur Verfügung stehenden Mittel, roh, kernig und vor allem ehrlich gehalten. So fühlt man sich als Hörer fast 15 Jahre in die Vergangenheit versetzt, nämlich in genau die Periode, als Melodic Death Metal aus Schweden a la IN FLAMES in der internationalen Metalszene für Aufregung sorgte und auf allgemeine Begeisterung stieß. Diesen Spirit transportieren SOURCE OF RAGE von Anfang bis Ende auf der EP. Was das Ganze besonders macht, ist, dass man sich beim Riffing vor allem auf Kopfnicker und Grooves im Stile von LAMB OF GOD konzentriert hat. Die Brüder Thilo (Bass) und Riko Krause (Drums) grooven perfekt zusammen. Vor allem „Spare“ ist ein wahres Groovemonster. Dass die vier Gronauer lediglich mit einer Gitarre unterwegs sind, fällt erstaunlich wenig auf. Da macht Gitarrist Oliver seinen Job makellos. Gitarre, Gesang und Rhythmusfraktion sind solide aufeinander abgestimmt und Langeweile kommt nicht auf. Leider geht es erst im letzten Song der EP mal etwas schneller daher. Hier kommen auch Blastbeats zum Einsatz. Ein paar mehr hiervon hätte dem Ganzen sicherlich ganz gut getan. Ebenso hätte man ein wenig mehr Dampf in der Postproduktion in das Ganze geben können. Trotz dieser kleineren Mängel klingt die EP erstaunlich erwachsen und weltmännisch. Mehr davon! Wer SOURCE OF RAGE live sehen will, kann das diesen Samstag auf dem Bornemannshausen Open Air tun! Horn up!
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