Die Gruppe war glaub ich mit 2 oder 3 Stücken vertreten. Die Lieder blieben mir damals wochenlang im Ohr hängen. Der abgedrehte Sound von Static X war für mich zu dem Zeitpunkt einfach nur in 3 Worten zu beschreiben: düster, mechanisch & steril. Jetzt hab ich ein paar Jahre danach meinen ersten Longplayer von ihnen hier liegen und muss beileibe sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Von den Trademarks der damaligen Songs ist leider ziemlich wenig übrig geblieben. Musikalisch würde ich das Ergebnis als eine Art Korn meets System Of A Down meets Frontline Assembly beschreiben, bloß dass es Sänger Wayne Static und seinen Jungs zu keinem Zeitpunkt gelingt, die Klasse genannter Bands auch nur ansatzweise zu erreichen. Geboten wird eine Art Crossover aus Metalcore & Electro. Leider wird es keinem einzigen Song zuteil, wirklich aus der Masse herauszuragen. Sicherlich liefern die Jungs handwerklich solide Arbeit und auch das ein oder andere Riff weiß mal zu gefallen. Keinen Vorwurf darf man auch Elite-Producer John Travis machen, bei dem man aufgenommen hat. Er hat einen guten Job gemacht und dem Album eine saubere und druckvolle Produktion beschert. Allerdings übertreibt man es meines Erachtens ein wenig mit den elektronischen Samples und Spielereien, die nicht wirklich immer an ihren Platz passen. Hauptkritikpunkt ist für mich allerdings die Art des Gesanges von Mr. Wayne. Leider kommt dieser sehr monoton aus den Boxen gekrochen, ja weiß manchmal sogar zu nerven. Wo ist die Kälte und Bedrohlichkeit in seiner Stimme geblieben, sowie ich seinen Gesang von damals in Erinnerung habe? Schade irgendwie. Nun ja, zu hart sollte man mit „Cannibal“ auch nicht ins Gericht gehen. Die Scheibe hat auch ihre positiven Momente und bis auf gerade genannte Mankos, kann man die Songs eigentlich auch ganz gut hören. Mein Fehler ist wahrscheinlich, dass ich die Messlatte für dieses Album viel zu hoch angelegt habe, ohne die Band die letzten Jahre über verfolgt zu haben. Königin der Verdammten hat ja auch schließlich auch schon locker über 5 Jahre auf dem Buckel. Was bleibt ist ein nettes, leicht über Durchschnitt liegendes Album mit Metal der moderneren Art, welches aber beileibe auch kein Überknaller ist.
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren