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Supagroup - Hail! Hail!

VÖ: 18. August 2011   •   Label:  Foodchain/Teenage Head Music

Die aus Alaska stammenden Lee Brüder können dieses Privilig nicht für sich beanspruchen, weshalb man wohl im Namen auch auf eine abgewandelte Schreibweise zurückgegriffen hat. Obwohl die Band seit 1996 bereits 6 Alben veröffentlicht hat, krähte in Europa bislang eher kein Hahn nach der mittlerweile in New Orleans beheimateten Truppe. Und doch kann man auf Support-Job bei Vince Neil und Alice Cooper verweisen. Darüber hinaus meinen die Protagonisten eine Verwandtschaft zum Karateidol Bruce Lee nachweisen zu können und Chris heiratete 2008 die ehemalige White Zombie Bassistin Sean Yseult.
Ein Blick - ein Schrei: Cover und Aufmachung erinnern nicht nur an die Amateurcover der 80iger Jahre, sondern auch auffällig an eine billige Kopie des Heavy Metal Streifens. Doch dies macht den geneigten Musikfan ja erst richtig neugierig. Mit "Hail!Hail!(Rok And Roll)" wird der Hard Rock Zirkus, von der Band oft als Karate Rock'N'Roll bezeichnet, eröffnet. Der Player entlockt dem Silberlinge bodenständige Sounds der Marke Great White meets AC/DC, nur natürlich nicht von der selben Qualität. Sänger Chris Lee quäkt ins Mikro und wird dabei von den bluesig-rockigen Riffs des Bruders und einer traditionell orientierten Rhythmussektion angetrieben.
Die Amis kommen zwar nicht an Mitbewerber wie KIX, Little Angels, Great White & Co heran, aber mit dem Opener, mit "Crazy Too" oder dem Akkustikrocker "And The Sun Will Still Shine" gibt es doch einige recht hörenswerte Songs.
Insgesamt hat man das Gefühl, dass es sich bei den Jungs eigentlich um die Lone Rangers aus dem Film Airheads handelt und sie kurz vor der Besetzung von Rebel Radio stehen. Live bestimmt recht kurzweilig, auf Scheibe nicht schmerzhaft, aber so richtig nötig auch nicht. Und wenn der Kollege von metalized.me die Kreativität und das ausgeklügelte Songwriting der Amis lobt, halte ich das doch für etwas euphemistisch. Letztlich bietet "Hail!Hail" grundsoliden, bluesigen Hardrock auf Regionalliganiveau wie man ihn auf jedem Bikertreffen um die Ohren bekommt, aber eine musikalische Offenbarung kann ich hier nicht erkennen.

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