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Tellus Terror - EZ Life DV8

VÖ: 09. August 2014   •   Label:  Self Release

Doch zuallererst wollte man sich über die musikalische Ausrichtung einig werden. Das scheint nicht so richtig geklappt zu haben. Denn den Sound, dem man sich verschrieben hat, hat man kurzerhand selbst erfunden: M.M.S.: Mixed Metal Styles. Also mischt man einfach verschiedenste Elemente aus den Bereichen Death Metal, Black Metal, Thrash Metal, Doom Metal, Gothic Metal, Heavy Metal, Power Metal, Splatter, Grindcore, Hard Rock.

Die Kochprofis würden jetzt sagen, dass die Speisekarte zu umfangreich ist und dass es so aussieht, als ob der Koch es allen recht machen wollte. Das ist hier allerdings mitnichten so. Denn der rote Faden, der die Songs zusammenhält, ist eindeutig eine düster-gegrowlte, leicht melodiöse Brutalität der eher todesmetallischen Art und Weise, die durch Anleihen aus den anderen Genres (z.B. dem Black Metal beim Opener 'Stardust') um ein hohes Maß an Diversity erweitert wird. Zunächst bleibt festzuhalten, dass die Riffs wirklich hammermäßig, marschierend ('Bloody Vision') und bisweilen sehr groovig daherkommen ('Civil Carnage') und in den verschiedenen Songs auch unterschiedlich in die Songs eingebettet werden.

Kommen einem in dem einen Moment die BEASTIE BOYS in den Sinn, dann im anderen der ein oder andere Gruselrocker, der aus einem Feld von Särgen zu düsteren, festlichen Keyboardklängen einem selbigen entsteigt ('I.C.U. In Hell'). PARADISE-LOSTartige Melancholie im Verein mit doomiger Entschleunigung begegnet uns in 'Brain Technology Part 1', ein Song, der durch die weiblichen Vocals am Ende zumindest zeitweise die Grenze in den Gothic-Metal-Bereich überschreitet.

Ähnliches lässt sich für 'Terraformer' beobachten, das trotz eines überaus eingängigen Refrains im Kontrast zu Sprechgesangspartien und infernalem, riffgetriebenen Gegrowle zu kognitiver Dissonanz führt, aber dennoch eine harmonische Einheit bildet. Brutal-melodisch wird es in dem Rausschmeißer 'Error', bei dem die Vocals mitunter barocke bis übertriebene Ausmaße annehmen. Gleiches gilt für die Keyboards. Das ist dann doch ein wenig zu viel des Guten.

Kurz: TELLUS TERROR legen mit "EZ Life DV8" ein buntes brutal-grooviges, gruselig-düsteres sowie infernal-melodisches Debüt vor, das vor dem Hintergrund grindcoriger, deathmetallischer Textur gekonnt mit den anderen Genres spielt.

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