Und schon wieder verstehe ich die Mechanismen der Szene nicht wirklich. BOLT THROWER spielen im SO36 und die Gäste zahlen bei ebay bis zu 70 Euro um in den ausverkauften Club zu kommen. Drei Wochen später spielen HUMILIATION für 5-8 Euro (ja, so stand es an der Kasse) im Tommy Haus und es kommen nur 25 zahlende Besucher. Na klar haben HUMILIATION nicht ganz die Qualität und den Status der Briten; für einen guten, druckvollen Gig reicht es aber allemal. Nun gibt es also auch wieder neues Studiomaterial. Schauen wir doch mal wie es um die Bewaffnung des Bataillons bestellt ist. Zu Beginn gibt es ein Marching Snare Intro, das die Truppe in Gefechtsbereitschaft bringt. Und dann wird das ganze Arsenal aufgefahren, das es braucht, um in die musikalische Schlacht zu ziehen: fette Midtempo Parts mit ordentlich Groove, mächtige doomige Passagen und selten aggressive Uptempostrecken. Dazu kommt natürlich das übliche Kriegsgerowle. Nun wissen wir ja seit Bundes Uschi, dass bestes Material nicht hilft, wenn es nicht in gutem Zustand ist. Hier wird unsere Verteidigungsministerin neidische auf HUMILIATION werden. Die Qualität ist hoch und die Produktion sorgt dafür, dass alles reibungslos ineinander greift. Sicher ist dieser Sound nicht neu, aber bei den Pausen, die sich BOLT THROWER - was Studioarbeit und Touren angeht - leisten, bieten HUMILIATION ein solides Substitut.
Kollege Zwingelberg, der ja bekanntlich der Einäugige unter den blinden Wächtern ist, wird wohl weiterhin die Bataillone der Furcht vorziehen. Wer auf druckvollen Death Metal der Machart von BOLT THROWER steht und sich nicht den Schissern anschließen will, sollte lieber beim malaysischen Death Metal Bataillon von HUMILIATION anheuern.
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