Egal welchen der vier Songs man anwählt, die Reise geht doch deutlich zurück ins letzte Jahrhundert, was natürlich auch am rohen, ursprünglichen Sound liegt. Aufgrund der Mischung aus technischem Anspruch, Midtempo und schnellen Parts, fühlt man sich dann und wann an die deutschen Thrash Metal Kapellen der späten 80iger und frühen 90iger erinnert. Sänger Pupak hat klingt böse und brutal und seine Stimme ist eher im teifen pre-growligen Bereich angesiedelt und es wird nicht gekreischt oder so.
TESTATORs Zweitwerk – das erste Demo ist 2011 erschienen – ist sicherlich vor allem für den Thrash Metal Fan mit Vorliebe für den Underground, denn natürlich könnten die Gitarren fetter braten, die Drums stärker durch die Membran drücken usw. und doch sind die Songs recht hörenswert. Dies liegt vor allem daran, dass man durchaus gewillt ist auch auf eingängige Parts zu setzen, die deutlich hörbar im eher traditionellen Heavy Metal verwurzelt sind – als Beispiel wäre hier „Brainless“ genannt.
Schlussendlich wäre die EP bei der Flut der Veröffentlichungen sicherlich nicht die erste Priorität, doch da man sich das Scheibchen kostenlos auf der Facebook Seite der Jungs runterziehen kann, sollte der leere Geldbeutel hier nicht als Argument angeführt werden. Von daher möchte ich die Serben allen Freunden von älteren RAGE (wenn sie Thrash gespielt hätten), RISK, SABBAT, POLTERGEIST & Co ans Herz legen. Der große Wurf ist den Serben zwar noch nicht gelungen, aber man sollte die Band auf jeden Fall auf dem Schirm behalten.