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Teufel - Absinth

VÖ: 16. September 2010   •   Label:  Teufel Records
16. September 2010

hen Kunst zelebriert wird. – Ist auch genau so passiert, und wenn sich das ein oder zweimal erst ziemlich am Ende des Songs oder beim zweiten Reinhören realisiert, ist das sicher so gewollt: Denn dranbleiben lohnt sich wie so oft bei besonders ambitionierten und ausgefeilten Projekten!

Der Teufel, wie erwähnt diesmal allein angetreten, schlägt mit seinem textlich ausgereiften, rein deutsch getextetem, 15 Track Album, die Brücke zwischen Mittelalter, Rock und Industrial .
Wo Gabi Delgado-Lopez einst „Geht in die Knie“ sang, fordert der Teufel lediglich “Neigt Euer Haupt“, und hat damit für mich, in aller Bescheidenheit, eine kraftvolle, moderne Hommage an die großen Erfinder der vollelektronischen Punkmusik inszeniert. Unerwartet, aber hoffentlich nicht zufällig.
Alle Songs haben Ihren ganz eigenen Stil innerhalb der o.g. Genres, nicht selten mischt er fröhlich drauf los und im Zweifel bringen dann Sackpfeifen den besonderen, nachhaltigen Sound vom Ohr ins Hirn.
Nun dann Teufel, eins deiner genial-seltsamsten Lieder ist für mich sicherlich der Titelsong: Zu textlich durchschnittlichen Strophen und dezenten Melodien gesellt sich (spätestens beim zweiten Hinhören) dann einer der weltbesten Sackpfeifen-Refrains. Schönes Ding, der ganz besonderen Atmosphäre kann man sich kaum entziehen, dazu passt in der Tat ein schöner Wermutlikör!
„Tick Tick Tack“ dagegen geht einfach nur schnell und hart in die Hirnrinde, was diese Besprechung aufgrund dieser schnellen Stilwechsel nicht grad einfach aber besonders interessant gemacht hat. Nicht unterschlagen will ich die Sackpfeifenpremiere von Brechts “Mecki Messer“ und mit „ Phantasien“ einen Ausblick auf ein geplantes Gedichtepos

Die elektronischen Tracks mit und ohne Sackpfeifen a la „Kalt ist mein Herz“ überzeugen vollends und lassen die ambitionierten Rockballaden in den Hintergrund treten. Je nach Geschmack wird’s wohl auch andersrum funktionieren, für mich aber insgesamt eine äußerst gelungene Mischung. Ähnlichkeiten zu seinen anderen Projekten braucht und will Teufel glücklicherweise wohl nicht verleugnen. Warum auch, gute Musik braucht keine Vergleiche zu scheuen ! Übrigens wird die Stilrichtung der Scheibe auch ganz offiziell als „Mittelalter-Industrial-Rock mit Dudelsäcken“ bepriesen.


Anspielmuss für alle DAF Fans, die Gitarren, Technoanleihen und moderne Loops ertragen können: “Neigt Euer Haupt“

Anspieltipp für Elektros: „Tick Tick Tack“ und fürs Gemüt „Absinth“
Anspieltipp für alle: "Komm näher"
Schö wars und ist´s, hörts Euch selbst an! Kaufen, jetzt!

www.teufel-music.de

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