Mit „8:18“ melden sich nun auch THE DEVIL WEARS PRADA mit einem neuen Album zurück. Ungeahnte Kreativität, ungebremste Dynamik und unglaublich Ungewöhnliches wären nötig gewesen, um sich aus der zumeist eintönigen Metalcore-Schwemme abzuheben (Natürlich gibt es auch rühmliche Ausnahmen). Das gelingt THE DEVIL WEARS PRADA allerdings nur in Maßen. Zu beobachten zum Beispiel in dem ruhigen und nahezu DEPECHE-MODE-artig experimentellen Song 'Care more' oder immer dann, wenn sie anfangen zu grooven ('Rumors').
Zwar hebt sich ihr Sound durch ungewöhnlich dichte Härte und brutale Aggressivität wohltuend von dem anderer Bands ab, er ist auch überaus bodenständig und okay, da er durch überzeugende Riffs in Verein mit niederdrückenden melodischen Passagen den Zuhörer in seinen Bann ziehen kann ('Martyrs'), aber mir fehlt beim Hören der Aha-Effekt, das Alleinstellungsmerkmal, also das Element, das diesem Album etwas genuin Eigenes verleiht. Positiv hervorzuheben sind die stimmlichen und refrainmäßigen Ähnlichkeiten mit den großartigen EMIL BULLS ('Number eleven', mit Abstand der beste Song des Albums). Mitreißend kommen auch die beiden letzten Stücke 'Home for grave' und 'In heart' daher.'
Kurz: Mit „8:18“ zeigen die im Metalcore beheimateten THE DEVIL WEARS PRADA, dass sie im Hinblick auf Härte und Aggressivität zu den ganz Großen des Genres gehören, dass es in puncto Atmosphäre, Einzigartigkeit und Melodiosität aber noch einiges zu tun gibt.
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