Nach ihrem im November 2012 erschienenen selbstbetitelten Debut-Album düstern die schwedischen Black Metaller von GRÁ wieder auf das Übelste herum. Denn der Tod (und alles um ihn herum) faszinieren die vier Schweden dermaßen, dass er unverkennbar und natürlich genrespezifisch im Mittelpunkt ihres musikalischen Schaffens steht.
Dabei sind die Veröffentlichung von Gra organisch aufeinander aufgebaut und ergeben erst zusammengenommen ein erkennbares Bild. Denn während das GRÁ-Debut-Album den Moment des Todes und die mit ihm verbundenen Riten musikalisch umsetzt, wird mit dem Mini-Album „Necrology of the Witch“ der Übergang in das Reich des Todes, den Hades, thematisiert. Ein letzter Blick zurück, ein kurzes Einhalten, doch Charon, seines Zeichens Fährmann, bringt die Toten ohne Hoffnung auf Rückkehr über den Fluss der Unterwelt (Styx) in den Hades, mit dem sich dann der nächste Longplayer befassen wird.
In vier brachialen, düsteren und morbiden Tracks (das lateinisch betitelte 'In Cordibus Vestris [dt. In euren Herzen] und das altgriechisch betitelten Οδεύοντας προς την Στύγα [dt. Fahrt über die Styx] sind instrumentale, kurze Übergangstracks] zelebrieren GRÁ einen atmosphärischen, kraftvollen und bodenständigen Blackmetal, der überaus variabel, melodiös, atmosphärisch und mitunter temporeich daherkommt und dadurch durchaus Lust auf mehr macht...
