Zum Hauptinhalt springen

The Very End - Mercy & Misery

VÖ: 15. Januar 2011   •   Label:  Steamhammer/Spv

Hier wird geschriehen, clean gesungen und gebrüllt, was das Zeug hält. Was dem Metalcore abgeneigten Rezensenten kalte Schauer den Rücken hinunter jagdt, entpuppt sich letztlich als weniger schlimm als befürchtet, da man sich doch auch in dieser modernen Form des Thrash noch irgendwie traditionsbewusst (z.B. in "For all things undone") zeigt, so dass wenigstens der mittelagressive Gesang und die fetten Riffs gefallen können. Kein Wunder also, das Produzent Waldemar Sorychta (ex-Despair, ex-Grip Inc. usw) oder Dew-Sentenced Shouter Leif Jensen vom Stil der Band begeistert sind.
The Very End bieten einen wilden Ritt durch die Zeitalter des Thrash Metal und Songs wie "The Leper" oder "Dead is the New Alive" wissen auch durchaus mit ihrer Energie, ihren Melodien und ihrer Frische zu überzeugen, wohingegen mir Songs wie "Rat Nation" zu sehr nach Einheitsbrei für Metalcorefreunde im Hip Hop Look klingt! Das man sich jenseits dumpfer Metalcore Stakkatoriffs und Arrangements bewegt, zeigt etwa "The Immigrant Song". Das abschließende "Blacklist" ist leider keine Coverversion des gleichnamigen Exodus Krachers. Dafür gibt es auf der limitierten Edition des Albums noch eine Interpretation von "Maniac" - mittlerweile wurde der Song wohl ebenso häufig gecovert wie "Ace of Spades" oder "Breaking The Law". Aber gut, wer es mag.
Kurz und gut: The Very End bieten auf "Mercy & Misery" kraftvollen, modernen Thrash Metal mit vielen -core Anleihen. Aber wer früher Bands wie Chanel Zero gehört hat, der wird die Rheinländern nicht als vollkommene Neuschöpfung erfahren.

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?