Auch bei dieser Band sind die Meinungen von Kollege Zwingelberg und mir mal wieder nicht deckungsgleich. Man gut, sonst wäre es ja auch langweilig. Thorsten meint, dass diese Platte in Richtung Machine Head geht, ich freue mich, dass ich das nicht so sehe. Ich mag insbesondere die neueren Machine Head Alben nicht besonders. Der Unterschied besteht nicht nur darin, dass sich THROWDOWN Straigt Edge verschrieben haben, was man von Robb Flinn und Co ja nicht gerade behaupten kann. Klar ähnelt sich die fette Produktion, die die Instrumente ordentlich braten lässt. Und klar gibt es groovige Riffs, die in unterschiedlicher Geschwindigkeit gezockt werden. Machine Head haben aber einen Hang zu Pathos, den THROWDOWN erfreulicher weise nicht teilen. Einen episch schmalzigen Chorus wie bei ´Halo´ gibt es zu meinem Glück nicht. Die Songs sind kompakt und kommen ohne schmückendes Beiwerk direkt auf den Punkt. Während andere Bands noch Ornamente in ihre Kanonenkugeln gravieren, feuern THROWDOWN bereits aus allen Rohren. Wenn man Bands zum Vergleich heranziehen will, dann kommen mir eher Pro Pain, Pantera oder Hatebreed in den Sinn. Nehmt die Schnittmenge dieser Combos und ihr ahnt, wie THROWDOWN klingen. Viele Alben dieser Machart nutzen sich für mich aufgrund des fetten Sounds schnell ab. THROWDOWN aber schaffen es, die Platte bis zum Schluss interessant zu halten. Das liegt sicher nicht nur an der relativ kurzen Spielzeit von einer knappen halben Stunde, sondern auch an dem Songwriting. Da macht es sich bezahlt, wenn fünf Jahre zwischen den Releases liegen.
´Intolerance´ ist für mich eines der besten Alben dieser Art in den letzten Monaten und Fans der genannten Bands (auch Machine Head – die soll es ja geben) sollten die Scheibe anchecken.
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