Ebenfalls super ist, was sich mit den zehn Titeln von „Ascension Lost“ offenbart. Kalte, klirrende Gitarren mit etwas halligen Toms, angelehnt an den Schwedentot der Neunziger und ein Gesang, der dem von Jon Nödtveidt zu Zeiten von „Storm auf the Lights Bane“ in nichts nachsteht. Bei all der „klingt wie Dissection-Lobhudelei“ soll jedoch jetzt nicht der Eindruck entstehen, es würde sich bei THULCANDRA nur um einen Klon der Schweden handeln. Seit der Gründung der Band im Jahr 2003 sind ja nun auch schon ein paar Jährchen ins Land gegangen in denen sich die Band entwickelt hat. Dennoch transportieren THULCANDRA eine ähnliche Stimmung in einem zeitgemäßen Sound-Gewand. Anspieltipps sind „Interlude“ gefolgt von „Exalted Resistance“. Der Zufall hat gewollt, dass ich neulich auf einem nächtlichen Heimweg, bei einsetzendem Schneefall, mit besagter Liedkombi durch ein Wäldchen musste und echt nur noch gefehlt hat, dass der schicke Schnitter vom Cover am Wegesrand auftaucht, oder am besten gleich auf einem schwarzen Ross antrabt… Einfach unschlagbar, wenn Musik eine Stimmung eindrucksvoll zu verstärken vermag. Kurzum: Stimmungsvoller, kurzweilig arrangierter Blackened Death Metal, der keinen Hehl aus dem Einfluss seiner schwedischen Vorbilder der Neunziger macht. Gekonnt und ehrlich.
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