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SAXON – The Saxon Chronicles (DVD/CD)

VÖ: 12. Februar 2015   •   Label:  UDR

Für den SAXON Fan erscheint die Dreiheiligkeit dieses NWoBHM Packages ausgerechnet am Freitag dem 13. Doch davon sollte man sich nicht abhalten lassen. UDR haben mit den beiden DVDs und der CD ein wirklich schönes Packet geschnürt. Nun werden natürlich Rufe laut, dass den Fans mit dem Ding nur die Kohle aus den hautengen Schnürlederjeans gezogen werden soll. Entwarnung, kann ich da nur sagen. Denn wer die SAXON Fans kennt, weiß, dass die ihre Kohle lieber für Bier ausgeben als für halbgare Veröffentlichungen. Doch um eine solche handelt es sich hierbei auch nicht. Auf der ersten DVD findet sich der obligatorische WACKEN Mitschnitt – allerdings geht man ins Jahr 2001, als SAXON als Headliner den norddeutschen Acker unsicher machten und ich mit frisch gekürztem Haupthaar von Kreators Mille für Jeff Waters von ANNIHILATOR gehalten wurde.

Interessanter wird es tatsächlich auf DVD 2. Denn hier haben die Briten, von Annette Hopfenmüller in schwarzem Leder als Mitbegründer des Heavy Metal angekündigt, mal so richtig tief in die Mottenkiste gegriffen und neben alten Bildern und Zeitungsberichten auch Videos von Tour rausgekramt. Dazu gibt es die alten Promovideos von Songs wie „Power and Glory“, „Nightmare“ & Co. Besondrs kultig sind aber auch die Fernsehauszüge von u.a. WDR Rocklife und lokalen britischen Fernsehsendungen. Besonders erfrischend wirkt die unbedarfte, unbearbeitete Art des Materials – jenseits der heutigen Hochglanzvideos, die wir selbst auf YouTube Kanälen der kleinsten Garagenband finden. Wer also erfahren möchte, wen SAXON seinerzeit für die schärfsten Rivalen in der Szene hielten, der sollte hier mal reinzappen.

Doch natürlich gibt es auch etwas für die Ohren. Als Bonus CD wurde „Rock’N’Roll Gypsies“ beigelgt. Hier finden sich neben altbewährten Klassikern wie „Power and Glory“, „And the bands played on“ oder „The Eagle has landed“ auch jede Menge Songs, die man in der heutigen Playlist der Saxen nicht mehr findet: „Battle Cry“, „Broken Heroes“, „Dallas 1pm“ oder „Rock the Nation“. Insofern passen auch der Wacken Mitschnitt und diese Live CD hervorragend zusammen, da es kaum Überschneidungen gibt.

Ich finde die Zusammenstellung wirklich gelungen, da sie lohnenswerte Einblicke in das Schaffen der NWoBHM Legende gibt. Und Legenden wurden schon immer in Chroniken festgehalten. Insofern dürften „The Saxon Chronicles“ dem ein oder anderen NWoBHM Jünger ebenso wertvoll sein, wie die Handschriften der Anglo-Saxon Chronicles dem interessierten Mediävisten.

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