Klar, die Fans, die auch mit dem Vorgängerwerk einiges anzufangen wusste, werden bei „Cult“ einiges finden, was sie anspricht. Aber die Fans der ersten Stunde, zu denen ich mich gern zählen würde, die noch mit den ersten Alben wie „All Eternity“ und „Epilogue“ das gewisse Etwas gespürt hatten und eben nicht den reinen, typischen „Made in Finnland“-Abklatsch á la HIM, Negative, Lovex und Co. erwarten, werden bei „Cult“ sich regelegrecht langweilen. Derartige Songs hat man schon zu Hauf und dies nicht nur aus Finnland. Ok, der Gesang ist immer noch krächzend, hat den Wiedererkennungswert, wirkt eben rauchiger, cooler, aber die Songs als solche, sorry, da bedarf es mehr als den allglatten, so oft schon produzierten „Finnen-Style“. Das Album plätschert vor sich hin, bietet kaum Ecken und Kanten und wirkt daher eher langweilig. Die Band wird jedoch auch hier ihrem Ruf gerecht und präsentiert natürlich einen Coversong. Doch, mag die Idee als solche auch cool sein, einen alten 1980er-Pop-Hit von Paula Abdul (wenn sie jemand noch kennen sollte?) zu bringen, doch warum kann dieses Stück nicht eben gänzlich anders klingen als Metal-Version. Wozu dann noch extra weibliche Vocals für dieses Stück? Deutlicher düster und metallischer, hätte der Songs durchaus werden können. Dann hätten sie einen Livekracher zum Mitsingen allemal parat.
Das Album wird auch als limitierte Digipak-Version, samt Bonustrack am 26.06 erscheinen.