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To-Mera - Delusions

VÖ: 18. Februar 2008   •   Label:  Candlelight Records
09. März 2008

Schon auf ihrem Album „Transcendental“ haben sie sich an allerlei Genres bedient – und damit eine beachtliche Zahl positiver Kritiken erhalten. Ob sie mit ihrem neuen Mini-Album „Delusions“ an den Erfolg anknüpfen können, steht nun zur Debatte. Harte Gitarren eröffnen die CD viel versprechend, die im Refrain auch nicht enttäuscht – die Sängerin Julie hat eine fantastische Stimme, die wunderbar zur Geltung kommt. Etwas überrascht war ich dann, als die nächste Strophe während einer Swing-Passage angestimmt wird. Typische Elemente mit einigen kunstvollen Slides auf der Gitarre – doch gut in den Kontext passen tut das überhaupt nicht. Nichts gegen Swing, aber man stelle sich vor, Nightwish oder eine andere vergleichbare Metal-Band mit weiblichem Engels-Gesang würde plötzlich von harten Riffs inklusive Double-Base zur „Call And Response“-Methode begleitet. Gegen Ende bekommt man den Eindruck, im Kino zu sein, werden doch Marschrhythmen und typisch bedrohliche Block-Buster-Streicher verwendet. Irgendwie ist mir der Song zu überladen, aber allein wegen des Refrains schon eine Hörprobe wert. Meiner Meinung nach hat die Sängerin eine Stimme mit gigantischem Potenzial, ist in dieser Band aber falsch aufgehoben. Der Gitarrist wäre mit seinen verspielten Soli auch sicherlich besser dran, in einer progressiven Power Metal-Band, während sich der Drummer eher in Richtung Death Metal orientieren sollte. Die Aufgabe des Bassisten ist es, der Vermittler zwischen den Rhythmus-Instrumenten, Schlagzeug also, und den Melodie-Parts der Gitarre etc. zu sein. Bei dieser vielfältigen und überladenen Klangstruktur kann er dem Job nicht zureichend gerecht werden, auch wenn er in den Swing-Passagen, ähnlich wie der Keyboarder, durchaus sein Können zeigt. Wir haben hier eine Hand voll Musiker, die allesamt ein enormes Potenzial haben, aber zusammen keine überzeugende Mischung ergeben. Einzig die wenigen Refrain-Passagen wissen sich zu behaupten und retten die CD. Produktions- sowie spieltechnisch – mit Ausnahme der Synthesizer – kann man sich allerdings nicht beklagen!

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