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Enemy Of The Sun - Shadows

VÖ: 07. Dezember 2007   •   Label:  Massacre Records
08. März 2008

Das ständige Produzieren von gotisch angehauchten Formationen hat wohl danach verlangt, dass er wieder zu seinen Wurzeln, nämlich dem Thrash Metal, zurückkehrt. Wer GRIP INC. kennt, weiß natürlich auch, dass man hier keinen stumpfen 80er Retro Thrash erwarten darf, sondern ein modernes, Experimenten durchaus nicht Abgeneigtes Brett der oberen Güteklasse. Dabei fällt es nicht ganz leicht zu beschreiben, was auf „Shadows“ eigentlich abgeht, denn das Quartett zeigt sich erwartet variantenreich und hat eine musikalische Wundertüte raus gehauen, die sich nicht so einfach in eine fest definierte Schublade stecken lässt. „Alles kann, nichts muss“ scheint das Motto von Enemy Of The Sun zu lauten, auch wenn das Grundgerüst doch immer moderner, progressiver Thrash Metal bleibt. Auf der Oberfläche jedoch tummeln sich die verschiedensten Subgenres: Death, Hardcore, melodisches Zeugs... ja nicht mal vor Black Metal Versatzstücken, spanischen Gitarren und schrägen Passagen im System Of A Down Stil macht die Truppe halt. Die Breaks fliegen einem nur so um die Ohren, und der finnische Sänger Jules Näveri wechselt so schnell vom Brüllen, Grunzen und Kreischen hin zu cleanen Vocals, dass ich mir anfangs nicht sicher war, ob hier nur ein Frontmann am Werke ist. Das wirklich Beeindruckende daran ist jedoch, dass „Shadows“ trotz aller Offenheit immer noch zusammenhängend und sogar eingängig klingt. Obwohl fast alle Songs für sich stehen und ziemlich unterschiedlich tönen, bleibt der rote Faden erhalten und man hat es leicht, bei der Stange zu bleiben. Eine gewisse Eingewöhnungszeit muss man dem kreativen Amoklauf natürlich schon zugestehen, aber anschließend entfaltet „Shadows“ seine ganz eigne Wirkung.

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