Unantastbar haben sich eigenen Angaben zu Folge dem Oi-Punk verschrieben, klingen aber dank der schwergewichtigen Produktion und dem ausgegorenen Songwriting doch eher wie ihre Landsleute von Freiwild (z.B. "Ich hasse dich"). Während letztere aber doch einen deutlicheren Onkelz Einschlag in ihren Songs haben, möchte man Unantastbar auf ihrem 3. Album eher eine feine Note alter, rotziger Hosen (z.B. "Es kommt die Zeit") oder Elf ("Ich Lebe Frei") oder C.I.A. (z.B. "Unantastbar") Sounds attestieren. An der Gitarre werden aber durchaus auch viele metallische Erfindungen das Griffbrett auf und ab gejagt. Am meisten überzeugen die Herren aber mit ihren eingängigen Hooks, was sie beispielsweise von Genrekollegen wie Serum 114 abhebt. Unantastbar schaffen es in fast jedem Song einen mitreißenden, mitgrölbaren Refrain zu schreiben. Da man durch Tempo und Produktion auch noch für den nötigen Dampf gesorgt hat, empfiehlt es sich die Songs des aktuellen Longplayers bei entsprechender Lautstärke durch die Boxen zu jagen. Ihr werdet sehen, dass die Körperteile dann automatisch zu zucken beginnen und man unvermittelt mitsingt. Mehr kann man von einem Album wohl kaum verlangen.
Wie immer bewegen sich deutschsprachige Rocker im Gefahrenbereich der politischen Diskussion. Um allen Vorwürfen zuvor zu kommen distanzieren sich Unantastbar auf ihrer Website klar von allen politischen Positionen und die Songs des Albums geben keinen Anlass dazu die Glaubwürdigkeit der Band anzuzweifeln.
Anspieltipps: "Aussen", "Viel Gesehen" oder "Gefangen".
Sollte die Band mal wegen Eingängikeit, Spielfreude und Suchtgefahr angeklagt werden, so muss das Urteil wohl auf "Schuldig" hinauslaufen!
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren