Allerdings hat auch dieser nur etwas über 38 Minuten Spielzeit, die zusätzlich noch durch drei instrumentale, sehr ruhige Zwischenstücke begrenzt wird, so dass nur 5 "richtige" Songs übrig bleiben. Aber die haben es in sich. Das Album beginnt völlig schnörkel- und Intro-los mit knallhartem Black-Metal-Geballer, sägenden Gitarren, prügelnder Doublebass und dem kreischenden Gesang von Nick Thornbury. Aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Schon bald wird dieses abgelöst durch düsterste Doom-Anleihen in bester Isis-Manier und minimalistische Instrumentalpassagen um dann in post-corigen Midtempoabschnitten zu münden. Abwechslung ist hier auf jeden Fall geboten, das Album bleibt spannend bis zur letzten Minute und taugt sicherlich nicht zum Nebenbei-Hintergrundgedudel. hat man es sich gerade in den leisen, sachten Klangwelten gemütlich gemacht, erschlägt einen unverhofft die nächste geballte Gitarrenwand. Der Anspieltipp "Mythos" zeigt wieder einmal, dass die Bandmitglieder ihre skandinavischen Black Metal-Vorbilder sehr gut studiert haben. Sky Swallower ist definitiv eines der Black/Doom-Alben des Jahres und der Beweis schlechthin, dass auch jenseits des Teiches die Underground-Szene nicht tot ist.
Martin Storf
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren