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Witheria - Devastating Return

VÖ: 25. Mai 2014   •   Label:  Violent Journey Records

Zwar versammeln sich die Nordlichter unter dem Thrash Metal Banner, doch so richtig können und wollen sie sich nicht auf eine Spielart festlegen, so dass ein Song wie „Passenger of Thought“ durchaus auch dem geneigten DEATH oder SADUS Fan gefallen dürfte – auch wenn man sich technisch natürlich auf einem anderen Level befindet. Dass Markus Taipale und Lappis jedoch auch ordentlich übers Griffbrett sweepen können, zeigen sie in „Burnt To Ashes“. Und Sänger Tuberculosis klingt tatsächlich meistens eher nach Tracheostoma als nach Tuberkulose, da er mal irre schreit und dann wieder mit Todesverachtung brüllt. So bleibt es aber immer abwechslungsreich im Hause WITHERIA. Auch „Raft Of Desolation“ zeugt davon, dass die Band Alben wie „Human“ oder „Individual Thought Patterns“ durchaus schon mal gehört haben dürfte. Leider fehlt der ultrafette Morrisound Sound, so dass die Gitarren mitunter etwas pappig klingen und für meinen Geschmack etwas mehr schreien könnten. Wer einen Song nur anstellt, damit er es schnell hinter sich gebracht hat, der sollte mal „Some Wounds Will Not Heal“ antesten, denn hier bewegen sich die Finnen meist auf der Überholspur. Allerdings verzichten sie auch hier nicht auf kurze Verschnaufpausen. So muss es sein. Die Höhepunkte der mittlerweile vierten Scheibe in acht Jahren verstecken sich am Ende des Longplayers: „Thrown Down The Well“ und vor allem „Toxic And Aggressive Growth“. Gerade der letzte Song weiß durch seine eingängigen Gitarrenmelodien und den kreischenden gesang zu überzeugen. Hier bewegen sich WITHERIA irgendwo zwischen AVATAR und ARCH ENEMY. Und zum Abschluss feuern die Finnen nochmal knappe 10 Minuten aus allen Rohren und verwursten in „Back On Earth“ alle Zutaten ihres Stils zu einem gefälligen Rausschmeißer, der sowohl Vorlieben für die NWoBHM als auch an DEATH & Co durchschimmern lässt.

Mit ihrem neuesten Output navigieren die Finnen geschickt zwischen technischem Thrash Death Metal á la ESQARIAL, DEATH, SADUS & Co und eingängigem Abrissbirnenmetal des 21. Jahrhunderts á la AVATAR, 5 STAR GRAVE und ARCH ENEMY. Wer also abseits der großen Namen nach hörenswerter Kost sucht, der wird bei WITHERIA fündig. Das könnte sogar dem kritischen Kollegen Trillmich gefallen.

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