Für viele ist Matt Barlow DIE Stimme von Iced Earth und viele Fans sahen nach seinem zweiten Abgang 2011 das Ende der Band gekommen. Spätestens nach den fragwürdigen Aktionen von Jon Schaffer war Iced Earth dann für die meisten Geschichte.
Doch Matt Barlow blieb nicht untätig. Bereits ein Jahr später gründete er zusammen mit Freddie Vidales, zeitweise Bassist bei Iced Earth, das Projekt ASHES OF ARES. Die ersten beiden Alben stießen auf gemischte Rezensionen, doch spätestens die letztjährige Ankündigung, auf Tour zu gehen und sich dabei auf alte Sachen wie „The Dark Saga“ zu konzentrieren, ließ die Zuhörerschaft hellhörig werden. Und bevor diese Tour überhaupt rum ist, erscheint nun das neue Album „New Messiahs“.
Die Band als simplen Abklatsch zu bezeichnen, wäre zu kurz gegriffen. Natürlich kommt bei Matts einzigartiger Stimme, den intensiven langsamen Passagen und den schnellen Speed-Metal-Abschnitten sofort Nostalgie auf
Mit dem Intro „Novus Ordo“ fühlt man sich gleich zu Hause und abgeholt, bevor sich der Titelsong des neuen Albums „New Messiahs“ zu einem schnellen Banger entwickelt. Nach ähnlichem Schema sind dann auch die meisten weiteren Songs des Albums aufgebaut: Ruhiger Beginn, melodiöser Gesang, Akustik-Gitarre. Dann setzen die Gitarren und Schlagzeug ein und reiten von dannen.
Ausnahmen von dieser Regel sind „Where You Go“, eine Power-Ballade, und „Infection Deception“, ein Midtempo-Stampfer. Der geneigte Fan bekommt also, was er erwartet. Nicht mehr und nicht weniger!
Und Live sollte man sich da auch auf einiges gefasst machen. Nicht umsonst gilt „Alive in Athens“ als eines der Besten Live-Alben der Jahrtausendwende!