Monuments To Nothing ist das Debüt des Metalcore-Projekts Exoneration. Die Hauptprotagonisten sind sind Amerikaner Corey Styles und der Niederländer Arnaud Zijp. Sie selbst beschreiben sich als Kombination aus knallharten Riffs und christusbezogenen Texten. Letzteres war für mich nicht nicht ausschlaggebend, sondern eher der Stil Metalcore und dass es ein Debüt ist.
Mit zwei Hauptakteuren kann man schnell ableiten, dass sie entweder Multiinstrumentalisten sind, sich Gastmusiker einbestellt haben oder den Großteil des Instrumentariums an der Digital Audio Workstation entstehen lassen über Programmierung (z. B. Drums, Bass, Keys etc.). Einbestellt wurden zwei Gastsänger, der eine ist Candlebearer, also Keegan Lee, der mit Candlebearer ein Solo-Metalcore-Projekt betreibt. Die andere Person ist eine Sängerin, die sich hinter dem Pseudonym Hillyn verbirgt. Ihre Identität konnte ich bislang nicht aufklären.
Dass nur Gesang und Gitarren "analog" eingespielt wurden, empfinde ich als nicht tragisch. Der Sound passt, auch die Songs sind gut arrangiert und komponiert, dazu gehört definitiv auch das Instrumental Soul Of A Great Warrior. Psalm 115 hat man als klerikaler Chorgesang umgesetzt. Das hört sich viel besser und stimmungsvoller an als Megadeths Psalm 23. Auch die Shouts/Screams/Growl-Stimmeinsätze bezeichne ich als gelungen. ABER. Luft nach oben bilden die cleanen Gesangsparts und Duette. In die höhreren Lagen phrasierend werden die Intervalle der Gesangsstimmen schnell dissonant, zudem bricht die Stimme mitunter weg. Das stelle ich besonders beim Duett Where Else Should We Go fest. Cope und Unfettered sind weitere Beispiele, bei denen der cleane Gesang qualitativ abfällt. Am Schluss greife ich noch Martyr heraus. Kompositorisch erinnert es mich an Machine Head. Aber auch hier ist es der Chorgesang, der die Abstriche beschert. Ingesamt fällt es mir schwer, salomisch an die angesprochene Gesangsleistung zu gehen. Die wahrgenommene Luft nach oben ist zu auffällig.
Durch die gute Qualität der instrumentalen Umsetzung, bewerte ich das Debüt von Exonaration noch als gut. Gerade der cleane Gesang führt jedoch nicht zur Entlastung. Von daher empfehle ich den Projektbeteiligten, sich mit professionellen Gesangsunterricht zu belasten, um in diesem Feld stimmfest zu sein, das gilt auch für die Gastsängerin. Potential ist auf alle Fälle da.