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Fat Belly – Stories in Stereo

VÖ: 12. Dezember 2025   •   Label  Eigenvertrieb
In unseren Breiten gilt die 13 für gewöhnlich als Unglückszahl. Für die hannoverschen FAT BELLY scheint sich nach 13 Jahren Abstinenz nun jedoch ein neues Kapitel aufzutun. Glück, nicht nur für die Band, sondern auch für die Fans, die 13 Jahre auf ein neues Album warten mussten.

Nach Pandemie, beruflichen und familiären Veränderungen und diversen Besetzungswechseln fühlte es sich für die mittlerweile wieder in Originalbesetzung musizierenden Punkrocker nun richtig an, ein neues Album zu veröffentlichen. Und auch für den Hörer fühlt es sich richtig an, denn die neuen Songs – übrigens genau 13 an der Zahl – knüpfen genau dort an, wo „Set The Flag“ 2013 aufhörte. (Die „Music is a business“-EP von 2017 blenden wir aus dramaturgischen Gründen an dieser Stelle mal aus.)
Zwar sind die Jahre auch an FAT BELLY nicht ganz spurlos vorbeigegangen, stilistisch scheint die Zeit im Proberaum der Jungs jedoch stehengeblieben zu sein. „Stories In Stereo“ bietet über 40 Minuten feinsten US-College-Punkrock, der auch heute noch perfekt zu jedem High-School-Movie passen würde (gibt es aber wohl auch nicht mehr?) und sich bestens sowohl für jede Mensa-Party als auch für das fröhliche Sommer-Open-Air eignet. In Hildesheim habe ich die Jungs zuletzt auf dem HELLDEATH-Open-Air gesehen, welches ja von unserem Cheffe mitorganisiert wurde.
Songs wie „Just One More Year“, „Little Boy” oder „Lost and Forgotten” begeistern allesamt mit eingängigen Melodien und tanzbaren Arrangements. Wem THE BOSSHOSS auf „Stallion Battalion“ gefallen haben, der wird sich auch für „Done For The Day“ begeistern können, denn das Einstiegsriff erinnert mehr als nur ein wenig an die Berliner Cowboys – die sich ja mittlerweile musikalisch leider immer mehr in die Belanglosigkeit komponiert haben.  Ganz im Gegensatz dazu klingen FAT BELLY anno 2025 erwachsener und reifer als je zuvor (z. B. „Stories That You Told“) und dennoch kommt der Spaß bei (und an) der Mucke nicht zu kurz. 
„Stories in Stereo“ lädt zu einer knappen Dreiviertelstunde Unbeschwertheit ein und macht durchaus Lust, FAT BELLY mal wieder live anzusehen. Schön, dass die Band wieder zurück ist und auch schön, dass sie sich selbst treu geblieben ist.
Fat Belly - Lost Places, Fading Faces (Stories In Stereo - Live Session)
Fat Belly - Done For The Day (Stories In Stereo - Live Session)
 
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