Buddhistische Gelassenheit? Nicht die Bohne.
In Zeiten der Globalisierung tue ich mich mit einem Exotenbonus schwer. Aber eine Grindcoreband aus Nepal? Da bin ich dann doch neugierig. Das Trio erfindet den Sound sicher nicht neu, ist aber auch weit von schlecht produzierten Gerumpel entfernt. Insbesondere bei den Vocals zeigen die Nepalesen sich erfreulich variabel und haben eine hohen Wiedererkennungswert. Für eine erstlingswerk klingen die Songs gut strukturiert und verlieren sich nie im Chaos. Nicht nur im mit 2:13 schon epischen ´Sa re Ga´ zeigen GAMO GRIND, dass sie auch langsamere Riffs können. Der sogar noch 20 Sekunden längere Rausschmeißer kommt sogar ganz ohne Blastbeat aus.
Dieser Grind-Quickie macht Spaß und Lust auf mehr. Mission erfüllt. Wer etwas haben will, dass keiner seiner Kumpels besitzt, kann eins der 100 Tapes ordern, alle anderen sollten mal bei Bandcamp vorbeischauen.