VÖ: 01. Oktober 2015 • Label: Nuclear Blast/Warner
von Linus-Henry Meyer
04. Oktober 2015
Dass es CHILDREN OF BODOM mittlerweile schon beachtliche 22 Jahre gibt, hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Aber selbst junge Wilde werden mal älter und die Helden der Jugend zu peinlichen Erinnerungen in der Gegenwart. Doch so nicht bei COB! Nach 8 Alben sind die Horrorgeschichten um den „Lake Bodom“ immer noch nicht ausgelutscht. Während sich spätestens bei „Relentless Reckless Forever“ (2011) erste Zerfallerscheinungen beim Sensenmann abzeichneten, machen COB mit „I Worship Chaos“ dort weiter, wo sie bei „Are you dead yet?“ aufgehört haben. Der erste Song „I Hurt“ knallt sofort ungebremst und mit todesmelodischen Riffing versehen aus den Boxen. Im gesamten Album funktioniert die Mischung aus thrashenden Riffs und skandinavischem Melodic Death Metal perfekt und Laihos unzähligen „Fucks“ and „Motherfucks“ erinnern einen an die wilden Zeiten von COB. Mein persönlicher Favorit ist „Prayer For The Afflicted“, der stark an „Angels Don’t Kill“ vom „Hate Crew Death Roll“ (2003) Album erinnert. Ich predige es immer wieder: Wenn sich Legenden auf ihre besten Zeiten besinnen und den ganzen „Wir wollten uns weiterentwickeln“-Bullshit beiseitelassen, können diese Bands auch nach über 20 Jahren Bandgeschichte noch Alben herausbringen, bei denen auch der eingefleischteste Fan noch feuchte Träume bekommt! Danke COB und weiter so.
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