Insanity Alert - s/t
Klar hat die Alpenrepublik dank PUNGENT STENCH, DISHARMONIC ORCHESTRA und DISASTROUS MURMUR schon für Furore im harten Metal gesorgt. Aber in Sachen Thrash im Allgemeinen und Thrashcore im Besonderen habe ich nicht viel aus Österreich mitbekommen. Das aber ändert sich jetzt. Nach einem Demo und einer EP lassen INSANITY ALERT ihr erstes Album auf den Pit los. Dass es viele Songs schon auf den vorherigen Veröffentlichungen zu hören gab, ist leicht zu verschmerzen. Zum Einen ist der Sound nun besser, zum Anderen sind die bisherigen Releases ja weitestgehend unbekannt.
Auch wenn es langsam abgedroschen klingt, kann man INSANITY ALERT am ehesten mit den ersten Scheiben von MUNICIPAL WASTE vergleichen. Wer Scheiben wie ´The Art Of Partying´ mag, wird die Österreicher in sein Herz schließen. Und auch Fans von REACTORY können mal ein Ohr riskieren. Der Sampler aus dem Film ´The Evil Dead´, der ´The Claw (Of All That Is Evil)´ einleitet, wurde schon 1989 als Intro für das EVIL DEAD Debüt genutzt. Ich hab keine Ahnung, ob es ein cooles Zitat sein soll oder einfach nur Unwissenheit ist, wenn sie diesen Sample 25 Jahre später erneut auf einem Thrash Album verwursten. Na ja, wichtiger ist ja auch die Frage nach der Qualität der Mucke.
Es gibt also taufrischen Highspeed Thrashcore der Güteklasse A auf die Ohren. Einige Tracks - wie ´Blunt In Blunt Out´ (Es geht hier nicht um intime Geständnisse der Geliebten des Britischen Schmusesämgers) - verfügen über untypische Zwischenspiele, die verhindern, dass die Platte einfach vorbeirauscht. Und bei ´Run To The Pit´ hauchen INSANITY ALERT dem totgedudelten MAIDEN Klassiker nicht nur wegen des neuen Textes neues Leben ein. „Run To The Pit - Mosh for your Life!“ wird zu diesem Soundtrack umgehend erledigt,´ ist es doch wesentlich besser, als um sein Leben durch die Pampa zu irgendwelchen Hügeln zu rennen.
Hoffentlich können sich die Jungs die unglaubliche Frische, von der dieses Genre mehr als andere lebt, bewahren.