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Le Magnetophone - Qualitätsmanagement

VÖ: 04. Februar 2016   •   Label:  Innerlich Elvis/ Soulfood

Zum Glück hat mich das nicht davon abgehalten, mir den Longplayer „Qualitätsmanagement“ der saarländischen Septetts LE MAGNETOPHONE anzuhören, denn dann wäre mir doch tatsächlich ein musikalisches Kleinod durch die Lappen gegangen. Denn die Saarländer verstehen es, tiefgründige, nachdenkenswürdige und originelle Texte organisch mit den dazu passenden akustischen Tönen zu verküpfen, die durchaus singer-songwritermäßig daherkommen, die aber zugleich auch die dieser Stilrichtung innewohnenden Gefahr der Monotonie und Eintönigkeit durch Ausflüge in verschiedenste musikalische Gefilde wie dem Folk oder dem ruhigen Alternative eindrucksvoll zu entgehen vermögen.

Man nehme nur den Track „Der größte Puff Europas“, der durch seine düstere Nachdenklichkeit und seine gefühlvollen wechselhaften Vocals vor dem Hintergrund seiner noisigen, krachigen Partien eine tiefe Intensität an den Tag legt. Hammer. SIGUR-ROS-mäßige Sphärik trifft dann in 'Hans Dieter Xylophon' auf emotionale Zerbrechlichkeit, inklusive eines furiosen, mitunter kakophonen Finales.

Nur Gitarre und Gesang begegnet uns in 'Mammutbaum 2', ein Track, der aufgrund seiner kompromisslosen Konzentration auf das Wesentliche äußerst leidenschaftlich und intensiv daherkommt. Gleiches gilt für 'Mammutbaum 1'. Mit dem Titeltrack stellen sich LE MAGNETOPHONE darüber hinaus in die Tradition des mitunter raubeinigen Rocks, wohingegen 'Martin' vieles von einer alternativen Powerballade hat: eine nachdenkliche Leidenschaft baut nach und nach eine Spannung auf, die sich dann orgiastisch entläd. Ein Weltklasse-Song ist darüber hinaus auch das als Figura Etymologica daherkommende 'Therapierte Therapeuten'.

Fazit: Das aus dem Saarland kommende Septett legt mit „Qualitätsmanagement“ ein überaus gelungenes Album vor, das durch seine Kombination aus akustischen Alternative (Rock), aus tiefgründigem Folk und aus intensivem Singer-Songwritertum die unterschiedlichesten emotionalen Gefilde bereist und das dadurch und aufgrund einer bunten Instrumentalisierung inklusiver geistreicher und origineller Texte mehr als zu überzeugen weiß.

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