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Lifelover - Sjukdom

VÖ: 10. Februar 2011   •   Label:  Lupus Lounge/Soulfood

beachtlichen Statements wie “Pulver” (2006), “Erotik” (2007), spätestens aber mit dem 2008 über Avantgarde Music veröffentlichten Meisterwerk “Konkurs” eine aussichtsreiche Lauerposition im musikalischen Spannungfeld der unvergessenen Silencer, den kaputten Shining und den derzeit unerreichbaren Katatonia zusprechen.

In Prophecy Productions suchte und fand man dann im letzten Jahr den adäquaten Partner, um die Position fortan auszubauen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Die Erwartungen an das neue Material waren dementsprechend hoch.
Doch auch wenn man ein Album wie “Konkurs” nicht jeden Tag schreibt ist das Ergebnis in Form von “Sjukdom” für eine Band von diesem Potential äußerst dürftig ausgefallen.

“Sjukdom” krankt im wahrsten Sinne des Wortes am fehlenden Vorhandensein wirklich guter Songs. LIFELOVER wirken 2011 halbherzig, inspirationslos und agieren mit angezogener Handbremse. Ein ums andere Mal hat man das Gefühl, es hier mit einem halbfertigen Album zu tun zu haben. Viele durchschnittliche Songs sind das Ergebnis vieler halbgar aneinandergereihter Midtemporiffs in Verbindung mit unausgegorenen Arrangements bzw. nicht nachvollziehbaren Songwritingdefiziten. Daran ändern auch die schönsten Melodien, der abstoßendste Gesang und morbide Ambientpassagen nichts.
Zwar lassen LIFELOVER auch immer wieder ihre wahren Fähigkeiten aufblitzen aber nicht zuletzt fällt dann erst recht auf, dass viele Arrangements nicht zu Ende gedacht scheinen. Alles wirkt vorhersehbar, abdroschen, plätschert vor sich hin und ist nur in den seltensten Fällen mitreißend. Angedeutete Spannungsbögen enden, wenn vorhanden, in der Bedeutungslosigkeit.
Immerhin enthält das Album mit “Dovten Av Tomhet” und “Instrumental Asylum” zwei Titel, die beweisen, dass LIFELOVER es nicht verlernt haben, funktionierende und komplette Songs zu schreiben.
Fakt ist: Die fesselnde und faszinierende Intensität der Vorgängerwerke wird auf “Sjukdom” zu keinem Zeitpunkt erreicht.
Der synthetische Sound tut sein übriges und trägt auch nicht gerade dazu bei, den negativen Gesamteindruck zu verhübschen.
Ich wage nicht zu beurteilen, ob es zuviel oder zuwenig der Stimmungsaufheller und Antidepressiva waren, die zu diesem Ergebnis geführt haben. Ich hoffe nur inständig, dass LIFELOVER ihr Pulver noch nicht verschossen haben und mit dem nächsten Album beweisen werden, dass “Sjukdom” keine kreative Konkursanmeldung war. Denn erotisch bzw. emotional anziehend sind LIFELOVER auf ihrem aktuellen Werk nur bedingt.

Releasedate: 14.02.2011
Spielzeit: 56:10


Tracklist:
1. Svart Galla
2. Led By Misfortune
3. Expandera
4. Homicidal Tendencies
5. Resignation
6. Doften Av Tomhet
7. Totus Anctus
8. Horans Hora
9. Bitterljuv Kakofoni
10. Becksvart Frustration
11. Nedvaknande
12. Instrumental Asylum
13. Utdrag
14. Karma


Line-Up:
( ) - lead vocals
B - vocals, guitar, piano, speech
1853 - random elements
H. - guitar
Fix - bass
LR - random elements



Info:
http://www.lifelover.se/
http://www.facebook.com/lifeloverofficial
http://www.myspace.com/lifeloverband
www.prophecy.cd
www.myspace.com/eerieemotionalmusic

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