Die Bewertung der Promoter mag zutreffen, dass es ein einzigartiges Album ist sowie TOM MORELLO für sich mit der Produktion ein erfreuliches Substitut für Jams unter Freunden erschuf. Es war ja eine Stand-off Angelegenheit. Vom Hocker reißt mich das Album nicht. Die Lobhudelei über "wahnsinniges Gitarrenspiel" TOM MORELLOs trage ich nicht mit. Keine Frage, wer TOM MORELLO kennt, erkennt seinen Stil. Und das ist im Wesentlichen eine auf Drop-D gestimmte Gitarre und das DIGITECH Whammy Bar Pedal. Wahnsinnig wahnsinnig ist das nicht, das ist Selbstzitierung. Wahnsinnig ist Michael Hedges auf Saiteninstrumenten gewesen. 2018 legte er das Album "The Atlas Underground" auf, 2021 wird das "The Atlas Underground Fire" angezündet. Ich muss eingestehen, dass das mit BRUCE SPRINGSTEEN und EDDIE VEDDER bestückte ACDC Cover Highway To Hell erstmalig anhörend noch töffte wirkte. Der Reiz verflog zügig mit weiteren Wiederholungen. TOM MORELLO lässt Elektrokompositionen einigen Raum auf der Platte, das verbindet man per se nicht mit ihm (z. B. Driving To Texas). Dennoch ist die ganze Geschichte für mich nicht mitreißend. RATM oder AUDIOSLAVE entfalteten sofort ihre Wucht. Man mag es reaktionär finden: kompositorisch sind RATM und AUDIOSLAVE nach all den Jahren immernoch in meinem Zielkorridor. Insofern: The Atlas Underground Fire ist "nett" als Beispiel für gelebte Kreativität außerhalb der Lieder und des Sounds, mit dem er RATM und AUDIOSLAVE zu Ereignissen machte. Persönlich würde ich mir wünschen, TOM MORELLO spräche in naher Zukunft mit Brad Wilk und Tim Commerford über ein Wiederbeleben von AUDIOSLAVE, um daraufhin Richie Kotzen (der vor einiger Zeit mit Adrian Smith eine Scheibe rausbrachte) als neuen Sänger zu verpflichten, der mit fast gleicher Stimme wie Chris Cornell weitere AUDIOSLAVE Stücke entstehen lässt.
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