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Rise Of The Northstar - CHAPTER 04: RED FALCON SUPER BATTLE! NEO PARIS WAR!!

VÖ: 14. November 2025   •   Label  Kuromaku Corp. / Membran

Die absolut famose Metal-Hardcore-Rap-Manga-Formation RISE OF THE NORTHSTAR entführt uns dieses Mal mit „CHAPTER 4: RED FALCON SUPER BATTLE! NEO PARIS WAR!!“ (Ja, zwei Ausrufezeichen! (!)) in die Welt der Mechs. Doch wo zwischen „Neon Genesis Evangelion“ und „drittklassigem Mecha-Wannabe-US-Abklatsch“ ordnet sich das Album ein? Die ersten Singles sowie die Zusammenarbeit mit Florent Salfati von den unaufhaltsam aufstrebenden LANDMVRKS sind auf jeden Fall mehr als vielversprechend.

Wenn man sich nun das erste Mal die Tracklist anschaut und an Nummer 1 „Turbo-Intro“ findet, kann eigentlich auch nichts mehr schiefgehen. Hier wird der Red Falcon Super Mech direkt mal auf die Startrampe verfrachtet und zu „Payback“ anschließend in unseren Gehörgang gefeuert. Dort richtet er sich dann zu seiner ganzen Größe auf und man kann sich nichts Besseres vorstellen, als wie er sich mit den ersten gegnerischen Mechs anlegt. Das Ganze zum gewohnt rohen, brutal anmutenden RISE OF THE NORTHSTAR-Sound, der hier und da sogar noch mal einen Zahn zulegt. Der Refrain bleibt dabei aber klassisch im Hardcore-Rap-Stil der Band.
Weiter geht’s mit „Neo-Paris“, was in mir direkt mal einen cyberpunkigen Eiffelturm in der Vorstellung entstehen ließ. Hier ist es beeindruckend zu sehen, wie die Band in der Lage ist, ihren eigenen Sound zu variieren, zu verändern – und das, ohne sich selbst untreu zu werden. Falcon präsentiert uns nun endlich unseren metallenen Helden in all seiner bewaffneten Macht. Der cleane Refrain passt dabei wirklich gut, der Breakdown ist so hart und mächtig wie die Explosion durch die Laserkanone (an dieser Stelle sei jedem das Video ans Herz gelegt).
Bei „Back to Basics“ haben sich RISE OF THE NORTHSTAR mit LANDMVRKS zusammengetan – und das merkt man: Florent und Vitia ergänzen sich hervorragend und schaffen einen Song, der tatsächlich eine starke Mischung aus dem Sound beider Bands ist. „Under“ ist ein kleines Rap-Zwischenspiel und führt selbstverständlich zu „Pressure“ hin (na, wer hat jetzt den falschen Song im Ohr?). Hier habe ich das erste Mal das Gefühl, dass es doch etwas repetitiv wird, wenngleich durch die Half-Time zum Ende hin nicht ganz so auffällig.
Es folgt mit „Nemesis“ mit Aaron Matts von ten56. das nächste Feature, das auch gleich wieder viel frischer daherkommt – was natürlich auch auf das ultratiefe Gegrowle von Aaron zurückzuführen ist. „A.I.R Max“ so ins Gesicht geschrien zu bekommen, stand auf jeden Fall auch nicht auf meiner Liste für dieses Jahr, doch auch hier bekommt man das Gefühl, dass man hinten raus doch eher einfach wieder auf Altes zurückfällt. „Solitary Homeboy“, von Vitia in den Wind gebrüllt, sticht dabei wieder etwas heraus und mit „No Turning Back“ geht es endlich wieder richtig zur Sache. Alles ist ein bisschen schneller, vielseitiger, weniger klassischer Hardcore. „Desolation Hawk“ geht wieder mehr in die Rap-Crossover-Richtung mit harten Teilen dazwischen, deutet aber auch schon auf das anschließende Outro hin, welches mit leichten Lo-Fi-Beats und gutem französischsprachigem Rap daherkommt.

Doch wo befinden wir uns jetzt? Es ist mehr als ein Isekai-Mecha-Ausflug, viel mehr. Aber die volle Epik eines Neon Genesis Evangelion ist es auch nicht. Ist auch egal – es ist ein sehr gelungenes Album. Es sind RISE OF THE NORTHSTAR, die sich noch ein Stück weiterentwickelt haben, aber dennoch genauso zum Mitwippen, -Grölen und Springen einladen. Ist es immer innovativ? Nein. Das muss es aber auch nicht sein, um zu gefallen und trotzdem ganz, ganz viel Spaß zu machen.

 
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