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Hey, Tankard, nice meeting you at last
Hey, Tankard, nice meeting you at last
Nach “Disco Destroyer” und dem Schlageralbum „Himbeergeist zum Frühstück“, kommen rechtzeitig zu Weihnachten zwei weitere Alben der Frankfurter Thrash-Institution TANKARD in die Läden. Und vielleicht ja auch auf euren Gabentisch.
Vor mittlerweile auch schon 20 Jahren kam „The Beauty And The Beer“ auf den Markt und hinterließ bei mir als TANKARD-Fan keinen bleibenden Eindruck. Zu Unrecht, wie ich nun feststellen muss. Live hatte die Truppe in den letzten Jahren auch mal „Metaltometal“ im Gepäck und das hatte mich nicht gerade dazu inspiriert, das Album mal wieder hervorzukramen. Doch mit dem quasi Titelstück „The Beauty and the Beast“, dem eröffnenden „Ice-Olation“, dem dystopischen „Forsaken World“, dem groovenden „Dirty Digger“ oder dem griffigen „Rockstar No. 1“ hat das Album eine ganze Menge doller Thrasher an Bord.
Der kugelrunde Bauchmann ist nicht ganz vom Cover der „Thirst“-Scheibe verbannt worden, hat aber ein weibliches Pendant dazubekommen, lässt ein brennendes Auto zurück und wird von einem geldgierigen Geier beäugt. Dunkel bleibt der Sinn, dennoch ist das Artwork besser gelungen als das Original. Musikalisch gibt es auch auf dem 2008er Album TANKARD in all ihren Facetten. So wird der titelgebende Track etwa mit einem Riff eingeleitet, welches an „The Tankard“-Zeiten erinnert. Und auch „When Daddy Comes to Play” hat durchaus “progressive” Passagen zu bieten. Mit „Myevilfart“ gibt es sogar was für die Nase. Doch auch davon abgesehen können Songs wie „Zodiac Man“, „Octan Warriors“, „G.A.L.O.W.“ oder die Ode an den weiblichen Fuß, „Sexy Feet Under“, auch anno 2025 noch überzeugen. Grundsätzlich gilt, dass die Songs der Alben nicht mehr die Unbeschwertheit und naive Genialität des Anfangsjahrzehnts aufweisen, aber das ist ja auch kaum zu erwarten.
Beide Alben wurden von Alexander Ecker im Pearlsound Studio remastert und von Kai Brockschmidt mit neuen (grellen) Artworks versehen. Neben den CD-Versionen gibt es auch schöne farbige Vinyls, die mit über 30 Euro allerdings leider nicht gerade Schnäppchen sind.
Es lohnt sich auf jeden Fall, die Alben wiederzuentdecken.

