Das lange, lange Warten hat ein Ende. Mit „Generation Of The Void“ legen NAILED TO OBSCURITY nach sechs Jahren ihr fünftes Studioalbum vor, und, soviel sei bereits verraten, das Warten hat sich wirklich gelohnt.
Stilistisch ist sich die Band treu geblieben, es gibt atmosphärischen, melancholischen Deathmetal mit Cleangesang-Passagen, wobei genau diese auf dem neuen Album einen erfreulichen Schwerpunkt erhalten. Damit will ich in keiner Weise die brutalen und dennoch jederzeit klar verständlichen Growls von Sänger Raimund Ennenga diffamieren, aber gerade die Cleanvocals sind einer der vielen Gründe, warum sich diese Band von anderen abheben kann.
Der Opener „Glass Bleeding“ macht sofort klar, in welche Richtung das Album geht. Ohne viel Schnickschnack startet der Song nach einem brummenden Anfangsgeräusch beschwingt nach vorne, direkt begleitet von Growls, um dann nach etwa einer Minute in einer ruhigen Cleanpassage zusammenzubrechen. Fragil, verletzlich zeigt sich die Band von ihrer weicheren Seite, eine seichte Gitarrenmelodie begleitet das ganze, um dann wieder in einem düsteren Gewitter aus Gitarren und teilweise sogar BlastBeats nach vorne zu brettern.
Dieses Wechselspiel zieht sich durch den kompletten Song und ist ein großartiger Wegweiser durch das gesamte Album. Insbesondere gefällt daran, dass hier jedes einzelne Instrument sein persönliches Spotlight erhält. Die Beats niemals nur langweilige Standards, sondern immer irgendwie spannend akzentuiert, so macht Musikhören Spaß, und mit jedem neuen Durchlauf entdecke ich neue Dinge, die mir bislang verborgen blieben. Das funktioniert nicht nur auf einer dicken Anlage gut, sondern die klare Empfehlung hier geht in Richtung guter Kopfhörer!
Mit „Liquid Mourning“, „Overcast“ sowie „Spirit Corrosion“ schickt man nach diesem Brecher die ersten schon etwas länger bekannten Single-Auskopplungen ins Rennen, daher will ich hier auch nicht viel näher darauf eingehen. „Liquid Mourning“ trumpft mit einem finalen Klavierton auf, der einem Schauer über den Rücken zu jagen vermag, „Overcast“ verzichtet ausnahmsweise komplett auf Cleangesang, wohingegen man bei „Spirit Corrosion“ sogar gewagt hat, Stadionrock-taugliche „Wohoohooos“ in die Vocals einzubauen. Dem Die Hard Deathmetal-Fan wird dies wahrscheinlich die Fußnägel hochklappen, ich feiere es ab!
Auch der Titeltrack „Generation Of The Void“ ist bereits als Single erschienen, allerdings noch recht frisch! Das Introriff klatscht einem hierbei herrlich um die Ohren, um dann wieder in eine ruhige Strophe zu wechseln. Das Prinzip kennen wir nun schon, aber nichtsdestotrotz klingt hier jeder Song individuell und spannend. „Generation Of The Void“ kommt übrigens komplett ohne Growls aus.
Die zweite Hälfte beginnt mit „Echo Attempt“, was fast schon ein wenig Djent-alike beginnt, um dann... ihr ahnt es schon! Ruhige Passage, Cleangesang, verzaubernde Gitarrenmelodien. Mit etwas über acht Minuten Laufzeit ist dieser Song keinesfalls leichte Kost, und auf den letzten knapp drei Minuten zeigt die Band noch einmal, wie man gekonnt Riffideen ausbreitet, sich schichtweise weiterentwickeln lässt und zu einem großartigen Finale aufbaut.
Hiernach muss es etwas ruhiger werden, oder? „Allure“ bringt euch noch einmal ein wenig runter mit seichter Gitarre, Cleangesang und nur ganz dezentem Schlagzeugeinsatz.
„Clouded Frame“ ist danach wieder ein alter Bekannter, und allein schon die Songverteilung ist ein kleiner Geniestreich.
Mit „Misery´s Messenger“ geht es wieder ein wenig ruhiger zu, die Melodieführung des Songs ist eine widersprüchliche Kombination aus ungewöhnlich und vorhersehbar. Ich wäre fast geneigt zu sagen, wir haben es hier mit dem vermutlich schwächsten Song auf der Scheibe zu tun (auch wenn wir hier von Nuancen sprechen würden), wenn da nicht die letzten zwei Minuten wären, die reißen es nämlich direkt noch einmal raus!
„The Ides Of Life“ beenden dieses grandiose Album mit nackenbrecherisch-vertrackten Stakkatos zu Beginn des Songs und erneut verträumten Melodien zum Ende hin. Und nun weiß ich, welches der schlechteste Song des Albums ist, nämlich genau dieser. Warum? Weil „Generation Of The Void“ danach zu Ende ist!
Die Produktion ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben, eine gelungene Kombination aus metallischer Härte und melancholischer Klangtiefe. Wenn es nicht das Ergebnis verfälschen würde, hätte ich gerne einen Punkt abgezogen für die lange Zeit, die diese Scheibe reifen musste (nähere Hintergründe dazu kann man übrigens im Interview mit Raimund Ennenga lesen), so bleibt mir aber am Ende des Albums keine andere Wahl als die Bestnote.
Stilistisch ist sich die Band treu geblieben, es gibt atmosphärischen, melancholischen Deathmetal mit Cleangesang-Passagen, wobei genau diese auf dem neuen Album einen erfreulichen Schwerpunkt erhalten. Damit will ich in keiner Weise die brutalen und dennoch jederzeit klar verständlichen Growls von Sänger Raimund Ennenga diffamieren, aber gerade die Cleanvocals sind einer der vielen Gründe, warum sich diese Band von anderen abheben kann.
Der Opener „Glass Bleeding“ macht sofort klar, in welche Richtung das Album geht. Ohne viel Schnickschnack startet der Song nach einem brummenden Anfangsgeräusch beschwingt nach vorne, direkt begleitet von Growls, um dann nach etwa einer Minute in einer ruhigen Cleanpassage zusammenzubrechen. Fragil, verletzlich zeigt sich die Band von ihrer weicheren Seite, eine seichte Gitarrenmelodie begleitet das ganze, um dann wieder in einem düsteren Gewitter aus Gitarren und teilweise sogar BlastBeats nach vorne zu brettern.
Dieses Wechselspiel zieht sich durch den kompletten Song und ist ein großartiger Wegweiser durch das gesamte Album. Insbesondere gefällt daran, dass hier jedes einzelne Instrument sein persönliches Spotlight erhält. Die Beats niemals nur langweilige Standards, sondern immer irgendwie spannend akzentuiert, so macht Musikhören Spaß, und mit jedem neuen Durchlauf entdecke ich neue Dinge, die mir bislang verborgen blieben. Das funktioniert nicht nur auf einer dicken Anlage gut, sondern die klare Empfehlung hier geht in Richtung guter Kopfhörer!
Mit „Liquid Mourning“, „Overcast“ sowie „Spirit Corrosion“ schickt man nach diesem Brecher die ersten schon etwas länger bekannten Single-Auskopplungen ins Rennen, daher will ich hier auch nicht viel näher darauf eingehen. „Liquid Mourning“ trumpft mit einem finalen Klavierton auf, der einem Schauer über den Rücken zu jagen vermag, „Overcast“ verzichtet ausnahmsweise komplett auf Cleangesang, wohingegen man bei „Spirit Corrosion“ sogar gewagt hat, Stadionrock-taugliche „Wohoohooos“ in die Vocals einzubauen. Dem Die Hard Deathmetal-Fan wird dies wahrscheinlich die Fußnägel hochklappen, ich feiere es ab!
Auch der Titeltrack „Generation Of The Void“ ist bereits als Single erschienen, allerdings noch recht frisch! Das Introriff klatscht einem hierbei herrlich um die Ohren, um dann wieder in eine ruhige Strophe zu wechseln. Das Prinzip kennen wir nun schon, aber nichtsdestotrotz klingt hier jeder Song individuell und spannend. „Generation Of The Void“ kommt übrigens komplett ohne Growls aus.
Die zweite Hälfte beginnt mit „Echo Attempt“, was fast schon ein wenig Djent-alike beginnt, um dann... ihr ahnt es schon! Ruhige Passage, Cleangesang, verzaubernde Gitarrenmelodien. Mit etwas über acht Minuten Laufzeit ist dieser Song keinesfalls leichte Kost, und auf den letzten knapp drei Minuten zeigt die Band noch einmal, wie man gekonnt Riffideen ausbreitet, sich schichtweise weiterentwickeln lässt und zu einem großartigen Finale aufbaut.
Hiernach muss es etwas ruhiger werden, oder? „Allure“ bringt euch noch einmal ein wenig runter mit seichter Gitarre, Cleangesang und nur ganz dezentem Schlagzeugeinsatz.
„Clouded Frame“ ist danach wieder ein alter Bekannter, und allein schon die Songverteilung ist ein kleiner Geniestreich.
Mit „Misery´s Messenger“ geht es wieder ein wenig ruhiger zu, die Melodieführung des Songs ist eine widersprüchliche Kombination aus ungewöhnlich und vorhersehbar. Ich wäre fast geneigt zu sagen, wir haben es hier mit dem vermutlich schwächsten Song auf der Scheibe zu tun (auch wenn wir hier von Nuancen sprechen würden), wenn da nicht die letzten zwei Minuten wären, die reißen es nämlich direkt noch einmal raus!
„The Ides Of Life“ beenden dieses grandiose Album mit nackenbrecherisch-vertrackten Stakkatos zu Beginn des Songs und erneut verträumten Melodien zum Ende hin. Und nun weiß ich, welches der schlechteste Song des Albums ist, nämlich genau dieser. Warum? Weil „Generation Of The Void“ danach zu Ende ist!
Die Produktion ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben, eine gelungene Kombination aus metallischer Härte und melancholischer Klangtiefe. Wenn es nicht das Ergebnis verfälschen würde, hätte ich gerne einen Punkt abgezogen für die lange Zeit, die diese Scheibe reifen musste (nähere Hintergründe dazu kann man übrigens im Interview mit Raimund Ennenga lesen), so bleibt mir aber am Ende des Albums keine andere Wahl als die Bestnote.