Dr. Watson zieht es aufs Land. Jedoch geht es dem Militärarzt und besten Freund des Meisterdetektivs Sherlock Holmes nicht um Erholung, sondern vielmehr vertritt er einen befreundeten Landarzt in dessen Praxis. Als ein Familienmitglied spurlos verschwindet, nimmt Watson die Ermittlungen auf.
Watson zieht bei der Familie seines Freundes ein und trifft dort neben der Ehefrau Mrs. Hanshaw auch auf deren verwitwete Schwägerin Mabel Russel samt deren sechsjährigem Sohn Nick sowie auf die angeheiratete Nichte der Schwägerin, Lucy Russel. Klingt etwas verwirrend? Ist es auch, und dies geht selbst Watson so, der sich dennoch schnell einlebt – obwohl schon auf der Anreise eine große Sehnsucht nach der Bakerstreet von Watson Besitz ergreift.
Aus heiterem Himmel verschwindet der aufgeweckte Nick, was unter den Damen unversehens zu wilden Beschimpfungen und Beschuldigungen führt. Umso wichtiger also, dass wenigstens Watson einen kühlen Kopf behält und sich an die Spur des potentiellen Entführers heftet. Doch zunächst scheint es so, als gäbe es keine Spuren. Der Blick fürs Detail ist gefragt und es zahlt sich aus, dass Watson bei Holmes durch eine harte Schule gegangen ist. Hat das Erbe des verstorbenen Frederik Russel etwas mit dem Verschwinden des Jungen zu tun? Am Ende führt die Spur zunächst in eine Schmiede und es bedarf doch der Spürnase sowie der Kombinationsgabe des Meisterdetektivs Sherlock Holmes, der eigens aus London anreist.
Während Holmes‘ Frotzeleien und Mrs. Hudsons Fürsorge für Dr. Watson schon in der ersten Szene zu unterhalten wissen, bedarf es einer gewissen Konzentration, um die Verwandtschaftsverhältnisse des Hanshaw-Russel-Clans richtig zu durchblicken. Doch wenn dem Hörer dies gelungen ist, kann man sich voll und ganz dem ersten Fall von Dr. Watson hingeben. Und auch wenn die Hintergründe des Falls durchaus bewegend sind, strahlt der 67. Fall der Hörspiel-Reihe doch auch eine gewisse Portion vorweihnachtliche Wärme aus, die das Hörspiel in die Kategorie „Cozy-Crime“ einreiht. Dies liegt natürlich nicht unwesentlich an der gewohnt gelungenen Umsetzung des Buchs aus der Feder von Marc Gruppe bzw. R. Austin Freeman. Neben der tadellosen Sprechleistung des einmal mehr handverlesenen Casts trägt auch die geschmackvolle Untermalung mit Musik und Geräuschen seinen Teil dazu bei, dass der Hörer voll ins ländliche viktorianische England eintauchen kann. Und während der Plot die gebührende Spannung und gelungene Twists aufweist, sorgen vor allem die kauzigen Sprüche von Sherlock Holmes für die notwendige Auflockerung. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass der Meisterdetektiv mal wieder in Höchstform ist. Fast möchte man Mrs. Hudson, Dr. Watson oder dem armen Dorfpolizisten Inspektor Brick helfend zur Seite springen, wenn sie ins Visier von Sherlock Holmes geraten.
Nach längerer Pause melden sich Titania Medien mit dieser Folge ihrer SHERLOCK HOLMES-Reihe eindrucksvoll zurück. Zwar gab es 2022 bereits in einer anderen Reihe ein Hörbuch mit dem Titel „Dr. Watsons erster Fall“, doch dieses hat inhaltlich nichts mit dem vorliegenden Hörspiel zu tun.
Während „Watsons erster Fall“ inhaltlich natürlich keine „Weihnachtsfolge“ darstellt, ist das Hörspiel aufgrund seiner liebevollen Umsetzung und der gemütlichen Atmosphäre durchaus dazu geeignet, um sich an den kürzer werdenden Novembertagen mal für mehr als anderthalb Stunden aus der Gegenwart ins England des späten 19. Jahrhunderts zu flüchten. Hörspielunterhaltung vom Feinsten!
Watson zieht bei der Familie seines Freundes ein und trifft dort neben der Ehefrau Mrs. Hanshaw auch auf deren verwitwete Schwägerin Mabel Russel samt deren sechsjährigem Sohn Nick sowie auf die angeheiratete Nichte der Schwägerin, Lucy Russel. Klingt etwas verwirrend? Ist es auch, und dies geht selbst Watson so, der sich dennoch schnell einlebt – obwohl schon auf der Anreise eine große Sehnsucht nach der Bakerstreet von Watson Besitz ergreift.
Aus heiterem Himmel verschwindet der aufgeweckte Nick, was unter den Damen unversehens zu wilden Beschimpfungen und Beschuldigungen führt. Umso wichtiger also, dass wenigstens Watson einen kühlen Kopf behält und sich an die Spur des potentiellen Entführers heftet. Doch zunächst scheint es so, als gäbe es keine Spuren. Der Blick fürs Detail ist gefragt und es zahlt sich aus, dass Watson bei Holmes durch eine harte Schule gegangen ist. Hat das Erbe des verstorbenen Frederik Russel etwas mit dem Verschwinden des Jungen zu tun? Am Ende führt die Spur zunächst in eine Schmiede und es bedarf doch der Spürnase sowie der Kombinationsgabe des Meisterdetektivs Sherlock Holmes, der eigens aus London anreist.
Während Holmes‘ Frotzeleien und Mrs. Hudsons Fürsorge für Dr. Watson schon in der ersten Szene zu unterhalten wissen, bedarf es einer gewissen Konzentration, um die Verwandtschaftsverhältnisse des Hanshaw-Russel-Clans richtig zu durchblicken. Doch wenn dem Hörer dies gelungen ist, kann man sich voll und ganz dem ersten Fall von Dr. Watson hingeben. Und auch wenn die Hintergründe des Falls durchaus bewegend sind, strahlt der 67. Fall der Hörspiel-Reihe doch auch eine gewisse Portion vorweihnachtliche Wärme aus, die das Hörspiel in die Kategorie „Cozy-Crime“ einreiht. Dies liegt natürlich nicht unwesentlich an der gewohnt gelungenen Umsetzung des Buchs aus der Feder von Marc Gruppe bzw. R. Austin Freeman. Neben der tadellosen Sprechleistung des einmal mehr handverlesenen Casts trägt auch die geschmackvolle Untermalung mit Musik und Geräuschen seinen Teil dazu bei, dass der Hörer voll ins ländliche viktorianische England eintauchen kann. Und während der Plot die gebührende Spannung und gelungene Twists aufweist, sorgen vor allem die kauzigen Sprüche von Sherlock Holmes für die notwendige Auflockerung. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass der Meisterdetektiv mal wieder in Höchstform ist. Fast möchte man Mrs. Hudson, Dr. Watson oder dem armen Dorfpolizisten Inspektor Brick helfend zur Seite springen, wenn sie ins Visier von Sherlock Holmes geraten.
Nach längerer Pause melden sich Titania Medien mit dieser Folge ihrer SHERLOCK HOLMES-Reihe eindrucksvoll zurück. Zwar gab es 2022 bereits in einer anderen Reihe ein Hörbuch mit dem Titel „Dr. Watsons erster Fall“, doch dieses hat inhaltlich nichts mit dem vorliegenden Hörspiel zu tun.
Während „Watsons erster Fall“ inhaltlich natürlich keine „Weihnachtsfolge“ darstellt, ist das Hörspiel aufgrund seiner liebevollen Umsetzung und der gemütlichen Atmosphäre durchaus dazu geeignet, um sich an den kürzer werdenden Novembertagen mal für mehr als anderthalb Stunden aus der Gegenwart ins England des späten 19. Jahrhunderts zu flüchten. Hörspielunterhaltung vom Feinsten!