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Novembre - Words Of Indigo

VÖ: 07. November 2025   •   Label  Peaceville
Seit über 35 Jahren gibt es Novembre jetzt schon. Deshalb kann man guten Gewissens von Veteranen sprechen, die dem atmosphärischen Gothic und Doom Metal durchaus ihren Stempel aufzudrücken vermochten.
Mag es auch längere Perioden der Ruhe gegeben haben, seit 2016 sind die Italiener jedenfalls um einiges umtriebiger gewesen, so dass nun mit „Words Of Indigo“ ihr nunmehr neuntes Studioalben zu haben ist. Der Longplayer besticht dabei durch seine unter die Haut und tief ins Herz gehende Mischung aus wehmütiger, dark-rockiger Sehnsucht und düsterer doom-metallischer Rauheit im Verein mit atmosphärischer, experimenteller Elaboriertheit.

Das kann man sehr schön an dem Opener 'Sun Magenta' beobachten, ein Track, der einen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt, zunächst sehr langsam Tempo aufnimmt, dann Platz für dynamische, treibende Wehmut macht, die schließlich durch doomige Infernalität unterbrochen wird. Herrlich düstere Brachialität treibt in 'Statua' ihre Blüten. Auch hier sind die Wechsel aus sehnsuchtsvollen Klargesängen und infernalen Growls stilbildend, so wie wir sie aus heutiger Zeit von Bands wie Hanging Garden, Counting Hours oder The Man-Eating Tree kennen.

Ähnliches gilt für 'Neptunian Hearts', ein Song der sich gekonnt zwischen den Polen von gefühlvoller Zerbrechlichkeit und kraftvoller Gravität bewegt. Hinzu kommt dann noch eine Prise Katatonia'scher Verspieltheit und ein geniales Gitarrensolo! Weltklasse. 'House Of Rain' verdient Erwähnung, da hier Ann-Mari Edvardsen mit ihrer gefühlvollen, atemberaubenden Stimme für ein ganz besonderes Hörerleben sorgt. 'Your Holosene' sorgt für eine mitreißende Emo-Mera-Luna-Stimmung. 'Post Poetic' bietet dann noch einmal die ganze Bandbreite des Novembre'schen Sounds in perfekter Komposition, inklusive eines mitreißenden melancholisch melodischen Gänsehautfaktors.

Fazit: Novembre legen mit „Words Of Indigo“ einen überaus hörenswerten Longplayer vor, der die sehnsuchtsvollen, wehmütigen, melancholischen Facetten von atmosphärischem Doom Metal und von emotionalem Gothic Rock in gekonnter Kombination auslotet. Anhänger von Katatonia, Hanging Garden, Counting Hours oder The Man-Eating Tree werden ihre helle Freude haben!
NOVEMBRE – Neptunian Hearts
 
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